Mein Vater...
... macht Stress, und zwar auf eine ziemlich nervtötende Weise.

Aber fangen wir mal von Anfang an an.
Wir (er + ich + mein Opa) wohnen im gleichen Haus. Zwar hat jeder seinen Bereich für sich, aber wir wohnen halt unter einem Dach. Nun wäre das ja auch alles okay, wenn er sich nicht auf eine Weise an mich "kletten" würde, die ich als übertrieben empfinde. Er ist ein sehr unternehmungslustiger Mensch und "erwartet" sozusagen von mir, dass ich ihn auf seinen Ausflügen begleite. Dagegen wäre ja auch nichts einzuwenden, nur überschreitet er irgendwie die Grenze meiner Eigenständigkeit. Warum zum Donner soll ich eigentlich irgendwas mitmachen, wozu ich weder Lust noch Zeit habe?! So will er z. B. diesen Samstag zum Einkaufen nach Tschechien, aber ich hab dazu nicht die allergeringste Lust und hab ihm das auch zu verstehen gegeben...
Und so ein "Nein" kann er irgendwie nur ganz schwer akzeptieren, d. h., es folgen Diskussionen über das warum/wieso/weshalb und ich muss mir Vorwürfe machen lassen, die absolut haltlos sind ("Du hockst ja immer nur daheim." Blah blah...).
Nur ist es ganz einfach so, dass die Ansicht vertrete, mit 26 1/2 Jahren Lebenserfahrung doch ein Recht auf eigenständige Freizeitgestaltung zu haben und mich vor niemandem rechtfertigen muss, wenn ich irgendwas nicht mitmachen will. Und meine Interessen gehen nun mal in eine andere Richtung als die meines Vaters - ich bin ein kreativer Mensch, der seine Phantasie gern mit selbst geschriebenen Geschichten Ausdruck verleiht oder sich auch mal in digitaler Bildbearbeitung ect. übt.
Tja... und so gern ich auch mal was mit meinem Vater unternehme, bin ich doch nicht bereit, meine eigenen Hobbies den Seinen auf eine Weise unterzuordnen, wo sie dann zu kurz kommen...
Mir geht dieses einengende Verhalten mittlerweile so dermaßen auf den nicht vorhandenen Sack, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt habe, hier auszuziehen. Nur möchte ich das eigentlich vermeiden, weil ich in diesem Haus aufgewachsen bin und gern hier lebe. Aber andererseits fühle ich mich wegen des angesprochenen Problems manchmal dermaßen gegängelt... das widerstrebt meinem (normalen) Wunsch nach Eigenbestimmung auf eine Weise, die ich einfach nicht ertragen kann/will.
Hat vielleicht irgendjemand ähnliche Erfahrungen in der eigenen Familie gemacht und kann mir einen Rat geben, wie man sich mit solchen "Kletten" arrangieren kann, ohne nervtötende Diskussionen erdulden zu müssen und/oder sich unterzuordnen (denn DAS mache ich ganz sicher nicht)?
Danke für's Lesen,
Corinna

Aber fangen wir mal von Anfang an an.
Wir (er + ich + mein Opa) wohnen im gleichen Haus. Zwar hat jeder seinen Bereich für sich, aber wir wohnen halt unter einem Dach. Nun wäre das ja auch alles okay, wenn er sich nicht auf eine Weise an mich "kletten" würde, die ich als übertrieben empfinde. Er ist ein sehr unternehmungslustiger Mensch und "erwartet" sozusagen von mir, dass ich ihn auf seinen Ausflügen begleite. Dagegen wäre ja auch nichts einzuwenden, nur überschreitet er irgendwie die Grenze meiner Eigenständigkeit. Warum zum Donner soll ich eigentlich irgendwas mitmachen, wozu ich weder Lust noch Zeit habe?! So will er z. B. diesen Samstag zum Einkaufen nach Tschechien, aber ich hab dazu nicht die allergeringste Lust und hab ihm das auch zu verstehen gegeben...
Und so ein "Nein" kann er irgendwie nur ganz schwer akzeptieren, d. h., es folgen Diskussionen über das warum/wieso/weshalb und ich muss mir Vorwürfe machen lassen, die absolut haltlos sind ("Du hockst ja immer nur daheim." Blah blah...).
Nur ist es ganz einfach so, dass die Ansicht vertrete, mit 26 1/2 Jahren Lebenserfahrung doch ein Recht auf eigenständige Freizeitgestaltung zu haben und mich vor niemandem rechtfertigen muss, wenn ich irgendwas nicht mitmachen will. Und meine Interessen gehen nun mal in eine andere Richtung als die meines Vaters - ich bin ein kreativer Mensch, der seine Phantasie gern mit selbst geschriebenen Geschichten Ausdruck verleiht oder sich auch mal in digitaler Bildbearbeitung ect. übt.
Tja... und so gern ich auch mal was mit meinem Vater unternehme, bin ich doch nicht bereit, meine eigenen Hobbies den Seinen auf eine Weise unterzuordnen, wo sie dann zu kurz kommen...
Mir geht dieses einengende Verhalten mittlerweile so dermaßen auf den nicht vorhandenen Sack, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt habe, hier auszuziehen. Nur möchte ich das eigentlich vermeiden, weil ich in diesem Haus aufgewachsen bin und gern hier lebe. Aber andererseits fühle ich mich wegen des angesprochenen Problems manchmal dermaßen gegängelt... das widerstrebt meinem (normalen) Wunsch nach Eigenbestimmung auf eine Weise, die ich einfach nicht ertragen kann/will.
Hat vielleicht irgendjemand ähnliche Erfahrungen in der eigenen Familie gemacht und kann mir einen Rat geben, wie man sich mit solchen "Kletten" arrangieren kann, ohne nervtötende Diskussionen erdulden zu müssen und/oder sich unterzuordnen (denn DAS mache ich ganz sicher nicht)?
Danke für's Lesen,
Corinna