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Forum » Astrologie, Religion und Spiritualität » ThreadSind Heidinnen rechtradikal?
08.01.2010 21:41
HiddenNickname
0 Immer wieder wird eine Frau, die sich als Heidin, Animalistin oder ähnliches bezeichnet, mit Rechtsradikalität und Faschismus gleichgesetzt. (Ich persönlich wurde damit jedoch weniger konfrontiert, da es allzu absurd ist...) Dies ist nicht ganz verwunderlich, denn die Nazis hatten eine Vorliebe für die Germanen und den Wotanskult. Hierzu meine Reflexion: In den 1920er Jahren ga es eine starke "zurück zur Natur"-Bewegung, änlich der der 1970er Jahre. Dies war auch kein Wunder, denn die Menschen starben in folge der Industrialisierung massenhaft, an Folgen von schlechter Luft (TBC) Mangelernährung und hatten oft Fehlbidungen aufgrund von Sonnenmangel (Rachitis). Hieraus entstand die Pfandfinderbewegung. Es muss ein buntes Gemisch aus allen möglichen Ideen, Philosophien und Religionen zu der Zeit gegenben haben. Den Nazis gelang es jedoch, diese Bewegung zu vereinnahmen. Der kriegerische Wotanskult (oder dergestalt ungedeutete, da es schwer ist herauszufinden wie vor Jahrtausenden ein Wotanskult gewesen sein mochte...) kam den Nazis sehr gelegen, wobei die Richtung die sich durchsetzte zu der auch Hitler gehörte, Wert auf gute Zusammenarbeit mit der Kirche legte.... Hieraus allerdings zu schließen, dass alle Heiden Nazis sind, finde ich ziehmlich haarsträubend, da frau damit alle afrikanischen traditionell lebenden Ureinwohnerinnen, sowie alle amerikanischen und australischen kurzerhand als Nazis titulieren würde... Die heidnischen Kulturen wurden hierzulande systematisch ausgerottet. Nun gibt es also keine Tradition mehr. Menschen die spirituell sind schöpfen entweder neues aus sich selbst heraus oder holen sich anregungen aus Afrika, Amerika..... In meinen Augen ist das Kernbewußtsein einer Heidin, dass alle Lebewesen zusammenhängen. Geht es nur einem Organismus auf Erden schlecht, ist schon das wohlgefühl aller nicht mehr ungetrübt. Deshalb schließt es eigentlich rechtsradikales Denken aus. Jedoch hat das Heidentum mit seiner Lustbetonung eine starke Anziehungskraft und es ist klar, dass es Herrschaftsinterssen gibt, dieses für sich zu instrumentalisieren und damit diese Bewegung gleichzeitig von innen zu zerstören. In der Nazizeit ist ihnen das gelungen. Deshalb habe ich trotzdem ein Recht darauf, an die Natur zu glauben und eine Spiritualität jenseits des Weltreligionen zu leben. In meinen Augen sind diese Pauschalisierungen Teil des "teile und herrsche"! Sehr oft sind es grade linke Ströhmungen, mit denen Heidinnen harmonisieren, wegen der Unlust auf Herrschaft, dem Freiheitsdrang, der Kritik an der Kirche und anderen Gemeinsamkeiten. Ich kannte viele ökologische Projekte, bei denen linke Atheistinnen und Heidinnen gemeinsam etwas auf die Beine gestellt haben. Ich finde Religion ist einfach privatsache und tut erstmal nichts zur Sache, sondern wie aufrecht, couragiert, gerecht, liebevoll.... ein Mensche sich verhält. Da ist weder das Glaubensbekenntnis, noch das politische Bekenntnis besonders entscheidend.
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24.03.2010 19:13
HiddenNickname
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