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Thanatophobie

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08.04.2019 16:39
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Habt ihr schon einmal davon gehört?

Mich würde Eure Ansichten dazu interessieren.

http://thanatophobie.simplesite.com

Habt noch einen schönen, sonnigen Tag. ;-)

10.04.2019 10:09
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Hab' ich, kenn' ich. Bricht vorzugsweise aus wenn mich ein Mangel an Sinnhaftigkeit beutelt und korreliert daher m.E. mit dem Gefühl eines "ungelebten Lebens". Also immer dann, wenn ich den Eindruck habe, temporär ginge das Leben an mir vorbei und ich wäre quasi "raus". Wenn mich die "Große Langeweile" packt, die Ödnis, wenn mir gesellschaftliche Gegebenheiten in Form von Ausgrenzungsmechanismen einen Riegel vor die Nase schieben, wenn ich etwas unbedingt noch erleben möchte und es sich partou nicht einstellt und auch nicht herbeiführen lässt.

Du wirst hier sehr wahrscheinlich nur ganz wenige finden, die ihre eigene Erfahrungen dsbz. zu schildern bereit sind. Für die meisten Menschen ist es ein Tabuthema, es ist ihnen entweder peinlich oder sie verdrängen es nach Kräften, weil ihnen der Mut fehlt, sich damit auseinanderzusetzen, erst recht zu verbalisieren.

Ich nutze jetzt aber auch die Gelegenheit und empfehle Interessieren an der Stelle das Buch: "Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung". Vlt. hilft es der einen oder anderen wenigstens ein klein wenig.



10.04.2019 17:30
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...

editiert am 18.04.2019 20:09 Beitrag melden Zitatantwort
10.04.2019 18:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.04.2019 um 10:09:

Hab' ich, kenn' ich. Bricht vorzugsweise aus wenn mich ein Mangel an Sinnhaftigkeit beutelt und korreliert daher m.E. mit dem Gefühl eines "ungelebten Lebens". Also immer dann, wenn ich den Eindruck habe, temporär ginge das Leben an mir vorbei und ich wäre quasi "raus". Wenn mich die "Große Langeweile" packt, die Ödnis, wenn mir gesellschaftliche Gegebenheiten in Form von Ausgrenzungsmechanismen einen Riegel vor die Nase schieben, wenn ich etwas unbedingt noch erleben möchte und es sich partou nicht einstellt und auch nicht herbeiführen lässt.

Du wirst hier sehr wahrscheinlich nur ganz wenige finden, die ihre eigene Erfahrungen dsbz. zu schildern bereit sind. Für die meisten Menschen ist es ein Tabuthema, es ist ihnen entweder peinlich oder sie verdrängen es nach Kräften, weil ihnen der Mut fehlt, sich damit auseinanderzusetzen, erst recht zu verbalisieren.

Ich nutze jetzt aber auch die Gelegenheit und empfehle Interessieren an der Stelle das Buch: "Endloses Bewusstsein: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung". Vlt. hilft es der einen oder anderen wenigstens ein klein wenig.



Was hat die Angst vorm Sterben mit der Nahtoderfahrung zu tun?
Sind völlig verschiedene Gefühle/Erfahrungen/Ereignisse.

11.04.2019 21:12
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Für mich ist es weniger die Angst vor dem Sterben, als die Erkenntnis der Unausweichlichkeit dessen.
Ich werde sterben.
Das manchmal wirklich zu spüren finde ich keinen Pappenstiel.
Es geht mir nicht um Unsterblichkeit, den Gedanken finde ich schrecklich.
Aber es ist dieses vom Leben auf den Pott gesetzt werden, das mich so fertig macht. Dieses unausweichliche Ende.
Schwer zu beschreiben.

11.04.2019 21:30
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Ich glaube an ein Leben nach dem irdischen materiellen Tod, und wer weiß vielleicht gibt es auch im Jenseits lesarion?

11.04.2019 21:34
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Empfehlenswert dazu https://m.youtube.com/watch?v=jccnmftPsQE
🎥 Dem Tod ins Gesicht sehen - YouTube

Ein toller berührender Film


11.04.2019 21:38
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:30:

Ich glaube an ein Leben nach dem irdischen materiellen Tod, und wer weiß vielleicht gibt es auch im Jenseits lesarion?

Kennst Du denn die Wucht der Erkenntnis, dass Du sterben wirst?
Ich glaube auch, dass der Tod kein Ende ist, sondern ein Übergang. Aber ich empfinde das Ausmaß des Übergehens als extrem beeindruckend. Mir zumindest macht das stellenweise Beulen in der Seele.
Und der Gedanke, dass Kai „drüben“ Dinge reguliert, macht es echt nicht besser.

11.04.2019 21:50
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Es ist das "ad hoc", dieses manchmal unvorhergesehene Element, die Tatsache den Gedanken daran jetzt gerade oder in absehbarer Zeit zu sterben, nicht einmal zu Ende denken zu können, wovor es mich gruselt. Vermutlich die beste Variante ever, mir persönlich bereitet eben diese mächtig Bauchweh. Könnte ich "bestellen", ich würde mich für den bewussten Abgang entscheiden. Die Frage was es damit auf sich hat mit dem Buch und der Nahtoderfahrung möchte ich weitgehend unkommentiert lassen bzw. auf eben jenes verweisen. Den Titel zu lesen genügt eben nicht, um der inhaltlichen Grundidee gerecht zu werden. Am Ende (!) ist es sooo gut, dass wir sterben müssen/werden.

11.04.2019 22:22
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:38

....Ich glaube auch, dass der Tod kein Ende ist, sondern ein Übergang....



Das sehe ich ähnlich. Was ist der Tod? Der Körper stirbt. Aber die Seele, der Geist, die der Körper umhüllte, sind nichts "Greifbares", nichts "Sichtbares", das ist Energie. Und Energie stirbt nicht

11.04.2019 22:22
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Sorry, war doppelt

editiert am 11.04.2019 22:24 Beitrag melden Zitatantwort
11.04.2019 22:47
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...

editiert am 18.04.2019 20:09 Beitrag melden Zitatantwort
11.04.2019 23:07
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Genau.
Jeden Morgen wenn ich wach werde, werde ich dessen gewahr, dass ich gerade wach werde, ergo am Leben bin - was ein Fest! Grund genug, in Zeiten der schlimmsten Dunkelheit, die mich temporär umgibt, (beinahe) hüpfend/knackend den Weg aus dem Bette in das Leben zu finden.

Zitat: "Ich hab lange gebraucht, um wieder mehr Distanz zum Sterben zu bekommen." - damit sprichst du m.E. einen sehr wichtigen, wenn nicht den wichtigsten Punkt überhaupt an. Wie immer und bei allen anderen Sachverhalten: die Dosis macht das Gift. Wesentlich angenehmer finde ich das Erwachen als das Einschlafen. Dabei liebe ich das Schlafen (und das Träumen) sehr. Und möchte man nun ein wenig philosophisch werden, würde sich die Frage aufdrängen, warum empfinden manche Menschen das Einschlafen als so unangenehm? Und warum hingegen ist das Erwachen manchen eine Erleichterung? Doch soweit sind wir anscheinend noch nicht mit unserem begrenzten Wissensstand. Der Grund dafür, warum ich im nächsten Leben (man vergebe mir diesen Frevel), in einem Schlaflabor arbeiten möchte. Abgesehen all der vielen anderen Feldforschungsoptionen... lach...

12.04.2019 08:06
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um 21:30:

Ich glaube an ein Leben nach dem irdischen materiellen Tod, und wer weiß vielleicht gibt es auch im Jenseits lesarion?


Um Himmels willen.

12.04.2019 08:11
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um

werden, würde sich die Frage aufdrängen, warum empfinden manche Menschen das Einschlafen als so unangenehm? .


Um mal den Ernst hier rein zu bringen.

Babies/Kinder, die gerade so in das Leben gefallen sind, wehren sich mit Hand und Fuss genau daher gegen das Einschlafen.
Vollkommen verrückt eigentlich.
(leider verstehen das Eltern nur selten)

12.04.2019 09:15
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 08:11:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um

werden, würde sich die Frage aufdrängen, warum empfinden manche Menschen das Einschlafen als so unangenehm? .


Um mal den Ernst hier rein zu bringen.

Babies/Kinder, die gerade so in das Leben gefallen sind, wehren sich mit Hand und Fuss genau daher gegen das Einschlafen.
Vollkommen verrückt eigentlich.
(leider verstehen das Eltern nur selten)


Aber doch nur, insofern sie vom Tag, Toben und Entdecken nicht völlig kauptt sind und quasi von selbst umfallen. Was meinen Einganggedanken bestätigt: solange man nicht ausgelastet ist, das Gefühl einen beschleicht noch was zu verpassen, solange ist das Einschlafen schwierig und auf das große Ganze übertragen die Angst vor dem Tod wahrscheinlich verstärkt. Wer auf ein gutes, im Sinne von erfülltes Leben zurück blicken kann, wird sich vermutlich nicht ganz so schwer tun, loszulassen...

editiert am 12.04.2019 09:16 Beitrag melden Zitatantwort
12.04.2019 09:19
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Babies ...
Ich sehe, die Praxis ist hier voll am Zug.
Babies vor dem Einschlafen ... sehr interessant, zu beobachten.

editiert am 12.04.2019 09:19 Beitrag melden Zitatantwort
12.04.2019 11:53
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ich habe Angst lebendig begraben zu werden oder etwas ähnlich schreckliches, und habe deshalb auch bedenken bezüglich Organspende, so sehr ich auch den wunsch der organsuchenden nachvollziehenen kann.

@Donna fortunata

ich glaube auch an eine Weiterexistenz nach dem tod.

...und wer weiss schon, wie viel man nach dem tod als hirntoter doch noch von einer organentnahme mitbekommt....

(die von mir unerwünschte rechtschreibkorrektur auf meinem Handy nervt.)



editiert am 12.04.2019 12:11 Beitrag melden Zitatantwort
12.04.2019 12:28
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 09:15:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.04.2019 um 08:11:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.04.2019 um

werden, würde sich die Frage aufdrängen, warum empfinden manche Menschen das Einschlafen als so unangenehm? .


Um mal den Ernst hier rein zu bringen.

Babies/Kinder, die gerade so in das Leben gefallen sind, wehren sich mit Hand und Fuss genau daher gegen das Einschlafen.
Vollkommen verrückt eigentlich.
(leider verstehen das Eltern nur selten)


Aber doch nur, insofern sie vom Tag, Toben und Entdecken nicht völlig kauptt sind und quasi von selbst umfallen. Was meinen Einganggedanken bestätigt: solange man nicht ausgelastet ist, das Gefühl einen beschleicht noch was zu verpassen, solange ist das Einschlafen schwierig und auf das große Ganze übertragen die Angst vor dem Tod wahrscheinlich verstärkt. Wer auf ein gutes, im Sinne von erfülltes Leben zurück blicken kann, wird sich vermutlich nicht ganz so schwer tun, loszulassen...

Meine Kinder hatten alle eine Zeit lang Angst vor dem Einschlafen, als Babies, sehr jung noch. Noch vor dem Krabbelalter. Ich denke nicht, dass das etwas mit mangelnder Auslastung zu tun hat. Ich denke mir, dass es bedrohlich sein muss, das Bewusstsein zu verlieren. Sie wissen ja nicht, dass sie wieder aufwachen. Sie taten mir jedenfalls teilweise echt leid.
Ich schlafe übrigens sehr gerne ein und ich schlafe gerne, schon als Kind. Viel lieber, als aufzuwachen, ich gehöre echt nicht zu den Leuten, die den Tag mit einem Jubelschrei bei den Hörnern packen.

12.04.2019 13:11
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Es gab mal eine interessante Sendung aus der Reihe Planet Wissen, da ging es darum, daß es Forscher gibt die ernsthaft daran arbeiten, die menschliche Unsterblichkeit möglich zu machen.
Sodass wir auf Wunsch hin eines Tages ewig leben können.
Dazu fiel dann ein Zitat von Sigmund Freud, der da lautet:
Die größte narzisstische Kränkung die der Mensch zu verarbeiten hat, ist die Tatsache das er sich mit seiner Sterblichkeit und Tod auseinander setzten muss


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