|
|
Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadTraumnacht
05.11.2008 00:30
HiddenNickname
0 Da liegt sie, vor mir, in weißes Tuch gehüllt. Sie träumt und mit jedem Atemzug fließen ihre Träume zu mir herüber. Wie lange ruht mein versunkener Blick schon auf ihrem Körper, ich weiß es nicht. Das dunkle Haar ringelt sich um ihre Schultern und liegt federngleich auf ihrer Hand neben ihrem Gesicht. Nächte könnte ich damit verbringen, neben ihr zu liegen und ihren Schlaf zu bewachen. Nächte, in denen die Sterne sich auf dem Boden vor dem Bett tummeln und der Mond neugierig über die Bettkante linst. Ich möchte sie nicht stören, nur da sein, für sie, und das Böse bannen, das bedrohlich an den Wänden klebt, aber stetig weicht. Wärme steigt in mir hoch. Was würde ich nicht alles für sie tun, nur, damit es ihr gut ginge. Verrückt die Gefühle, die in meinem Kopf, meinem Herzen, meinem Bauch durcheinander purzeln und sich einen Wettstreit liefern, wo ich auch bin. Manchmal reicht nur ein Gedanke und die Welt dreht sich ohne mich weiter, läuft einen anderen Takt als ich. Da weiß ich, dass auch bei ihr nur ein Gedanke vorherrscht, der meinen gerade in diesem Augenblick berührt. Ihre Dunkelheit, wenn sie ihre Augen aufschlägt, zieht mich an. Eine Dunkelheit, die keine Kälte verspricht und keine Angst, nur Tiefe, in der ich ruhen kann. Dabei sind sie klar wie sprudelnde Flussläufe und sprühen vor Frechheit, die mich im nächsten Moment außer Kontrolle und durcheinander bringen. Die ein Spiel mit mir treiben, wie mit einem Blatt, das durch die Welt getragen wird. Weiter wandert mein Blick über ihre schlanken Finger, die zeitweise leicht zucken, als wolle sie etwas festhalten. Ein Schmunzeln huscht über meine Lippen. Ich weiß um ihre Träume, weiß um ihr Wesen. Aber auch um das Kribbeln auf der Haut, wenn sie ihre Hände auf meine legt, die Sicherheit und Freiheit zugleich. Nie mehr möchte ich das missen und nie könnte ich mir verzeihen, wenn ihnen etwas zustoßen würde. Das Betttuch bewegt sich. Ein Bein streckt sich und die Falten ordnen sich neu, zeigen ein Bild von sanftem Wellengang, der sich durch das Bett zieht. Das leise Rascheln des Stoffs dringt an mein Ohr, verrät mir etwas von der Schönheit, die er unter sich versteckt. Und erneut kreist die Wärme um mein Herz, gefolgt von einem elektrisierenden Blitz. Nie zuvor machte mich auch nur ein kleines Geräusch so verrückt, als wie bei ihr. Ein tiefes, wohliges Seufzen macht sich in mir breit. Zufriedenheit über den Zustand, hier neben ihr zu wachen, zu schlafen, zu leben und ihre funkensprühende Energie jeden Tag aufs Neue zu entdecken. Nie werde ich fertig damit, sie näher kennen zu lernen, nie alles von ihr wissen. Aber ist es nicht eine schöne Vorstellung, sich in den kommenden Jahren diesem Ziel immer weiter anzunähern? Mit diesem Gedanken und einem Lächeln auf den Lippen schließen sich meine Augen und mein Herz freut sich auf die Zukunft all das erleben zu dürfen ... ©2008 VF
editiert am 05.11.2008 00:49
melden
0
![]()
11.12.2008 15:04
11.12.2008 10:10
10.12.2008 17:50
HiddenNickname
0
10.12.2008 17:44
10.12.2008 17:13
HiddenNickname
0
10.12.2008 17:08
10.12.2008 17:03
10.12.2008 17:01
10.12.2008 16:52
10.12.2008 16:47
10.12.2008 16:44
HiddenNickname
0
10.12.2008 16:43
10.12.2008 16:41
10.12.2008 16:38
10.12.2008 16:37
10.12.2008 16:31
0
![]() |
|