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13.02.2008 19:36
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0 In einer historischen Rede hat sich Kevin Rudd als erster Regierungschef Australiens bei den Ureinwohnern seines Landes entschuldigt. Zum Auftakt der neuen Legislaturperiode bat Rudd die Aborigines um Verzeihung für das Unrecht, das ihnen während zwei Jahrhunderten weißer Siedlerherrschaft angetan wurde. "Wir entschuldigen uns für die Gesetze und die Politik der verschiedenen Parlamente und Regierungen, die diesen, unseren australischen Mitbürgern, tiefe Trauer, Leid und Verluste zugefügt haben", sagte Rudd am Mittwoch in Canberra. Seine Amtsvorgänger hatten eine Entschuldigung stets abgelehnt. Behörden zerrissen Familien Rudd ging in seiner Rede weiter als erwartet. Zunächst war damit gerechnet worden, dass er lediglich die sogenannte "gestohlene Generation" um Verzeihung bitten werde. Regierungsbehörden hatten bis in die 70er Jahre Ureinwohner-Kinder aus ihren Familien gerissen, um so deren Eingliederung in die weiße Gesellschaft zu erreichen. In seiner Entschuldigung bezog sich Rudd dann aber auf "vergangene Misshandlungen" aller Aborigines und bedauerte "Demütigungen und Abwertungen" eines "stolzen Volkes und einer stolzen Kultur".
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