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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadBig Brother is watching you
11.10.2011 14:38
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0 Es klingt wie eine Geschichte aus George Orwells Roman "1984" über einen Überwachungsstaat: Der Chaos Computer Club (CCC) hat in Deutschland einen Trojaner gefunden, der die Bürger im großen Maßstab - wohl auch rechtswidrig - ausspähen kann. Laut den Hackern ist die Schnüffelsoftware nicht nur in der Lage, Internettelefonate abzuhören. schreiben die Computerexperten auf ihrer Website. Die Software kann demnach auch Programmcodes aus dem Netz nachladen und dann mit beliebiger weiterer Schadsoftware verfassungswidrige Aktionen durchführen. Bei der technischen Umsetzung seien die Programmierer zudem so schlampig vorgegangen, dass nicht nur Behörden diesen Code nutzen könnten, sondern auch Dritte. Der Schädling ist für Computer mit Microsofts Windows-Betriebssystem programmiert. Nach der Installation bleiben zwei Dateien, mfc42ul.dll und winsys32.sys, die beim Systemstart ausgeführt werden. Über den Explorer - das Windows-Programm, das zur Anzeige von Schreibtisch und Dateiordnern verwendet wird - baut der Trojaner dann eine Verbindung zu seiner Kommandozentrale auf und wartet auf weitere Befehle. Diese Kommandozentrale ist ein handelsüblicher Internet-Server, gemietet vom Rechenzentrumsbetreiber Web Intellect im US-Bundesstaat Ohio (ab 6,95$ im Monat). Von dort aus können die Ermittler diverse Kommandos an den Trojaner schicken - der CCC hat insgesamt zehn davon analysiert, unter anderem die Live-Übertragung des Bildschirminhaltes und die Löschung des Trojaners inklusive anschließendem Neustart des infizierten Rechners. Besonders scharfe Kritik üben die Experten des CCC an Kommando 14 - der Trojaner installiert dann ein beliebiges weiteres Programm aus dem Netz und führt es aus. Die Behörden haben dadurch beliebigen Zugriff auf infizierte Computer. Die Hersteller von Antiviren-Software haben den Code vom CCC erhalten - aktuelle Versionen ihrer Schutzprogramme sollten die behördliche Schadsoftware daher indentifizieren und entfernen können. In Unternehmen können die Verwalter von Computernetzen die Verbindung zwischen Trojaner und der Kommandozentrale unterbinden und die Software auf diese Weise lahmlegen. Da dieser Trojaner auf Apple-Rechnern und Linux-Systemen nicht funktioniert, bieten auch diese Systeme einen gewissen Schutz. In Bayern und Brandenburg ist der Trojaner bereits zum Einsatz gekommen.
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14.10.2011 21:48
14.10.2011 19:13
12.10.2011 21:01
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11.10.2011 15:41
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11.10.2011 15:05
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