Trennung
Trennung
Da schlägt des Abschieds Stunde.
Um grausam uns zu trennen;
Wie werd` ich leben können,
Geliebte, ohne dich?
Ein Fremdling aller Freuden,
Ach, leb` ich, um zu leiden;
Und du? Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Der Zeit denk` ich mit Tränen,
Die mich so hoch erfreute,
Als noch an deiner Seite
Mein Leben sanft entwich.
Nur um mich mehr zu kränken,
Werd` ich der Zeit gedenken;
Und du? Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Den Quell hör` ich noch rauschen,
Wo sie vor Zorn entbrannte,
Doch schnell besänftigt wandte
Sich hold ihr Blick auf mich.
Bald schlug mich Schwermut nieder,
Bald lebt` und hofft` ich wieder;
Und du? Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Ach! Denk` an diese Trennung,
Wie tief sie mich betrübte,
Daß ich dich da noch liebte,
Als Glück und Hoffnung wich;
Daß ich mit Tränengüssen
Von dir mich losgerissen;
Denk`--- Ach! Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Johann Joachim Eschenburg
Da schlägt des Abschieds Stunde.
Um grausam uns zu trennen;
Wie werd` ich leben können,
Geliebte, ohne dich?
Ein Fremdling aller Freuden,
Ach, leb` ich, um zu leiden;
Und du? Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Der Zeit denk` ich mit Tränen,
Die mich so hoch erfreute,
Als noch an deiner Seite
Mein Leben sanft entwich.
Nur um mich mehr zu kränken,
Werd` ich der Zeit gedenken;
Und du? Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Den Quell hör` ich noch rauschen,
Wo sie vor Zorn entbrannte,
Doch schnell besänftigt wandte
Sich hold ihr Blick auf mich.
Bald schlug mich Schwermut nieder,
Bald lebt` und hofft` ich wieder;
Und du? Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Ach! Denk` an diese Trennung,
Wie tief sie mich betrübte,
Daß ich dich da noch liebte,
Als Glück und Hoffnung wich;
Daß ich mit Tränengüssen
Von dir mich losgerissen;
Denk`--- Ach! Vielleicht auf ewig
Vergißt mein Mädchen mich!
Johann Joachim Eschenburg