Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.




Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Klimaschutz..Bäume.. Gedichte-Zitate-Texte..

Dieses Thema wurde geschlossen. (max. 200 Beiträge)

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | Seite: 7 | 8 | 9 | 10 |

14.12.2019 00:01
HiddenNickname

Emanuel Geibel (1815-1884)

Herbst

Ich sah den Wald sich färben,
Die Luft war grau und stumm;
Mir war betrübt zum Sterben,
Und wußt' es kaum, warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
Hertrieb das dürre Laub;
Da dacht' ich: deine Freude
Ward so des Windes Raub.

Dein Lenz, der blütenvolle,
Dein reicher Sommer schwand;
An die gefrorne Scholle
Bist du nun festgebannt.

Da plötzlich floß ein klares
Getön in Lüften hoch:
Ein Wandervogel war es,
Der nach dem Süden zog.

Ach, wie der Schlag der Schwingen,
Das Lied ins Ohr mir kam,
Fühlt' ich's wie Trost mir dringen
Zum Herzen wundersam.

Es mahnt' aus heller Kehle
Mich ja der flücht'ge Gast:
Vergiß, o Menschenseele,
Nicht, daß du Flügel hast.


editiert am 15.12.2019 19:32 Beitrag melden Zitatantwort
15.12.2019 19:38
HiddenNickname

Früher oder später muß es dahin kommen, daß kein alter Baum in oder außer dem Walde mehr geschlagen werden darf, ohne daß eine dem betreffenden Landbezirk zugewiesene Menschengruppe aus der Naturschutzbewegung ihr Urteil gesprochen hat.
-Karl Förster

17.12.2019 15:18
HiddenNickname

Nur ein Baum

Täglich schaue ich aus dem Fenster
auf die andere Seite des Tals.
Dort steht auf höchster Höhe
ein Baum in seiner Jahreszahl.

Einmal kahl,
einmal mit Blättern,
einmal im blausten Blau,
einfach bei jedem Wetter.

Allein nur mit den Tagen,
mit dem Wind, den Tieren
und den Fragen.

(© Monika Minder)



17.12.2019 17:27
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.10.2019 um 01:47:

„Leben wie ein Baum,
einzeln und frei //
doch schwesterlich wie ein Wald, //
das ist unsere Sehnsucht.“ —
Nazım Hikmet, Aus dem Gedicht "Davet" (Die Einladung)

* * * * * * *
(Im Originaltext heißt es "brüderlich wie ein Wald".)



dacht ich mir schon

17.12.2019 22:03
HiddenNickname

Gier

Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.

(Gustave Flaubert, 1821-1880, französischer Schriftsteller)


19.12.2019 19:29
HiddenNickname

Traumwald
Des Vogels Aug' verschleiert sich;

Er sinkt in Schlaf auf seinem Baum.
Der Wald verwandelt sich in Traum
Und wird so tief und feierlich.

Der Mond, der stille, steigt empor;
Die kleine Kehle zwitschert matt.
Im ganzen Walde schwingt kein Blatt.
Fern läutet, fern, der Sterne Chor.

Christian Morgenstern (1871-1914)

19.12.2019 23:44
HiddenNickname

A Forest Story
One day when you wake up, you will find that you have become a forest.
You have grown roots and found strength in them that no one thought you had.
You have become stronger and more beautiful, full of life giving qualities.
You have learned to take all the negativity around you and turn it into oxygen for easy breathing. A host of wild creatures live inside you and you call them stories.
A variety of beautiful birds rest inside your mind and you call them memories.
You have become an incredible self sustaining thing of epic proportions.
And you should be so proud of yourself, of how far you have come from the seeds of who you used to be.
Nikita Gill

20.12.2019 17:42
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.12.2019 um 23:44:

A Forest Story
One day when you wake up, you will find that you have become a forest.
You have grown roots and found strength in them that no one thought you had.
You have become stronger and more beautiful, full of life giving qualities.
You have learned to take all the negativity around you and turn it into oxygen for easy breathing. A host of wild creatures live inside you and you call them stories.
A variety of beautiful birds rest inside your mind and you call them memories.
You have become an incredible self sustaining thing of epic proportions.
And you should be so proud of yourself, of how far you have come from the seeds of who you used to be.
Nikita Gill


vielen Dank dafür
es verführt mehr von Nikita Gill zu lesen

Der Parasit des Baumes ist der Mensch.

(© Monika Minder)

editiert am 20.12.2019 18:22 Beitrag melden Zitatantwort
20.12.2019 18:25
HiddenNickname

Das Gebet des Waldes

Mensch! Ich bin
die Wärme deines Heimes
in kalten Winternächten,
der schirmende Schatten,
wann des Sommers Sonne brennt.
Ich bin der Dachstuhl deines Hauses
das Brett deines Tisches.
Ich bin das Bett, in dem du schläfst.
Ich bin das Holz,
aus dem du deine Schiffe baust.
Ich bin der Stiel deiner Haue,
die Türe deiner Hütte.
Ich bin das Holz deiner Wiege
und deines Sarges.
Ich bin das Brot der Güte,
die Blume der Schönheit.
Erhöre mein Gebet:

zerstöre mich nicht!

Autor unbekannt

20.12.2019 18:27
HiddenNickname

Zu pflanzen einen schönen Baum,
braucht´s eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er - bedenk es - ein Jahrhundert.

Eugen Roth

20.12.2019 18:30
HiddenNickname

Mein täglicher Spaziergang

Nur ein paar Birken, Einsamkeit und Leere,
Ein Sumpf, geheimnisvoll, ein Fleckchen Heide,
Der Kiebitz gibt mir im April die Ehre,
Im Winter Raben, Rauch und Reifgeschmeide,
Und niemals Menschen, keine Grande Misère,
Nichts, nichts von unserm ewigen Seelenleide.
Ich bin allein. Was einzig ich begehre?
Grast ihr für euch, und mir laßt meine Weide.

Detlev Freiherr von Liliencron (1844 - 1909)

20.12.2019 18:32
HiddenNickname

Blaugeblendet unter Fichten,
Unter Tannen blieb ich stehn,
Konnte Flammen in dem dichten
Laub der Zwerggestrüppe sehn.
Alle Stämme schienen gläsern,
Ragten hoch in kühlem Glanz;
Sterne blitzten in den Gräsern,
Farbig wie ein Blumenkranz.

War das noch die alte Sonne,
Die da lag auf Fels und Stein?
Selig stieg ich in die Wonne:
Überall der blaue Schein!
Ruhig brannten die Gefühle
Mit dem Staunen des Gesichts:
Überall die keusche Kühle
Eines ungeheuren Lichts!

Wladimir von Hartlieb

20.12.2019 19:08
HiddenNickname

Zwei Bäume

Zwei Bäume hab′ ich einst im Wald gesehn,

Die wollten sich einander nahe stehn.

Sie schau′n sich an voll Sehnsucht, möchten gern

Sich fest umschlingen; doch sie stehn zu fern,

Denn andrer Grund ist Jedem angewiesen,

Darin des Lebens starke Wurzeln sprießen.

So neigt sich Jeder still zum Andern hin,

Der Eine scheint den Andern anzuzieh′n,

Bis es zuletzt gelingt den schlanken Zweigen,

Sich in den Kronen liebend zu erreichen.

Wie sie die Aeste in einander flechten,

Sind sie beschirmt von liebevollen Mächten;

In blauen Lüften, wo die Wolken jagen,

Da dürfen sie sich ihre Sehnsucht klagen.

Sie dürfen Blüth′ um Blüthe selig tauschen,

An ihren Düften wonnig sich berauschen.

Sie stehn, vom Licht des Abendroths umglüht,

Gleich wie von tausend Rosen überblüht;

Verklärend weben aus der Himmelsferne

Ihr heilig Licht darum die ew′gen Sterne.



So möcht′ ich mich mit dir zur Höhe schwingen,

Mit tausend Liebesarmen dich umschlingen,

Mit meines Herzens innigsten Gedanken

Dich unauflöslich fassen und umranken.

So möcht′ ich deinem höchsten Leben lauschen,

So möcht′ ich Seel′ um Seele mit dir tauschen,

Hoch über′m düstern Nebelreich der Erden,

Im Himmelblau mit dir vereinigt werden,

Wo keines Menschen Augen auf uns sehn,

Wo nur die Sterne auf und niedergehn.

Louise von Plönnies
*07.11.1803, † 22.01.1872

20.12.2019 22:06
HiddenNickname

Tag des Baumes 10.000 Baumarten vom Aussterben bedroht

Weltweit sorgen vier Milliarden Hektar Wald für frische Luft und geben vielen Arten ein Zuhause. Doch inzwischen sind etwa 10.000 Baumarten vom Aussterben bedroht. Und auch um unsere Wälder sollten wir uns Sorgen machen. Der Tag des Baumes am 25. April macht auf die Misere unserer hölzernen Mitbewohner aufmerksam.

60.065 Baumarten wurden auf unserer Erde entdeckt und beschrieben. Sie alle sind in der Online-Datenbank erfasst, die die Forscher der Organisation Botanic Gardens Conservation International (BGCI) zusammengetragen haben. Dabei wurde jedoch auch offenbar, dass rund 10.000 Arten vom Aussterben bedroht sind. Der Hauptgrund dafür sind Kahlschlag und Raubbau, vor allem in Entwicklungsländern. Aber gerade dort wächst die größte Vielfalt an Bäumen. An der Spitze steht Brasilien mit 8.715 verschiedenen Arten, dicht gefolgt von Kolumbien und Indonesien. Doch auch bei uns sieht es nicht nur rosig aus. Der Waldzustandsbericht des Bundesministeriums Ernährung und Landwirtschaft (aktuellste Ausgabe von 2015) "misst" die Situation der einzelnen Arten am Zustand ihrer Baumkrone:


Situation der Bäume in unseren Wäldern Die Buche ist die einzige Baumart, deren Situation sich deutlich verbessert hat. 33 Prozent der Buchen hatten deutlich lichte Kronen, im Vorjahr waren es noch 48 Prozent. Bei 45 Prozent ist die Krone etwas licht, also auch nicht in Ordnung. Das heißt, das immer noch 78 Prozent der Buchen geschädigt sind.

Bei Fichte, Kiefer und Eiche ist der Zustand fast unverändert im Vergleich zum Vorjahr:

Fichte: 28 Prozent stark geschädigt, weitere 37 Prozent schwach
Kiefer: 13 Prozent stark geschädigt, weitere 51 Prozent schwach
Eiche: 36 Prozent stark geschädigt, weitere 40 Prozent schwach.

Es sei kein klarer Trend zu erkennen, welche Baumarten sich besonders gut erholten und welche nicht, so die Herausgeber des Berichtes. Deshalb ist es auch weiterhin schwierig, gezielt etwas gegen die Schädigung der Bäume unternehmen zu können. Seit dem in den 1970er-Jahren bei uns das sogenannte Waldsterben zu beobachten war, stellte sich auch die Frage nach den Gründen dafür. Ein neues wissenschaftliches Forschungsfeld entstand, die "Waldschadensforschung".


In all den Jahrzehnten haben Wissenschaftler die einzelnen Faktoren betrachtet, die einem Baum zu schaffen machen können. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass der sogenannte Pflanzenstress als Ursache für Probleme dieses Ausmaßes nicht in Frage kommt. Hitze, Kälte, Sturm, Trockenheit und Schädlinge schaden den Bäumen nur vorübergehend und regional begrenzt. Ein gesunder Wald kommt damit zurecht und pegelt sich in seinem Gleichgewicht wieder ein. Mit Schadstoffen aus der Luft und im Boden kommt er allerdings nicht zurecht und wird im wahrsten Sinne des Wortes "sauer". Schwefeldioxid und Stickstoffverbindungen sind die Gründe für das Waldsterben bei uns. Zwar ist unsere Luft heute viel sauberer als vor 45 Jahren, aber offenbar erholt der Wald sich nur langsam.

Ein gesunder Wald hilft bei Klimaschwankungen


Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO2) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Schwankt das Klima, kommen Wälder ganz unterschiedlich damit zurecht und nehmen auch das CO2 unterschiedlich stark auf. Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO2 aufzunehmen. Die im Januar 2017 in "Nature Ecology & Evolution" veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher Klimazonen.


Kohlendioxid wirkt in der Atmosphäre als Treibhausgas und trägt zur Erwärmung der Erdoberfläche bei. Pflanzen nehmen Kohlendioxid aus der Luft durch Photosynthese auf, gewinnen damit u.a. organische Kohlenstoffverbindungen. Mit diesem wiederum bilden sie Biomasse, lassen also z.B. Wurzeln, Zweige und Blätter wachsen. Einen Teil des Kohlendioxids geben sie durch Atmung wieder ab. Insgesamt nehmen Pflanzen, insbesondere Wälder, weltweit mehr CO2 aus der Atmosphäre auf, als sie wieder abgeben. Sie kompensieren dadurch teilweise die durch Menschen verursachten Emissionen.


Wovon es abhängt, wie viel Kohlendioxid Pflanzen aufnehmen können und warum das abhängig vom Klima schwankt, das wollte das Forscherteam herausfinden. In 50 Waldgebieten weltweit wurden dafür Daten erhoben. So wurde über lange Zeit die Aufnahme und Abgabe von CO2 gemessen, Wetterdaten erfasst, Artenvielfalt vor Ort, Pflanzeneigenschaften, Alter der Bäume und die Nährstoffverfügbarkeit dokumentiert. Die Erstautorin der Studie Talie Musavie fand dabei heraus:



Wie stabil die Aufnahmefähigkeit der Wälder für CO2 ist, wird im Wesentlichen durch ihr Alter und ihren Artenreichtum bestimmt, wobei das Alter wichtiger ist als der Artenreichtum.“
Talie Musavie, Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena

Viele Ökosysteme der Landoberfläche werden aber durch Ausbeutung natürlicher Ressourcen stark verändert. Indem alte Wälder und deren Artenreichtum erhalten bleiben, könnten die Auswirkungen von Klimaschwankungen auf die Waldökosysteme abgefedert werden. Alte Wälder bedecken derzeit etwa 15 Prozent der gesamten Erdoberfläche.
-mdr Wissen

20.12.2019 22:09
HiddenNickname

Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum.

Aus China



20.12.2019 22:13
HiddenNickname

Zu den größten Gartenschädlingen zählen die Zaungäste.

© Martin Gerhard Reisenberg (*1949), Diplom-Bibliothekar und Autor



20.12.2019 22:16
HiddenNickname

Der Gärtner an den Garten im Winter,
eine Idylle

In Silberhüllen eingeschleyert
Steht jetzt der Baum,
Und strecket seine nackten Äste
Dem Himmel zu.

Wo jüngst das reife Gold des Fruchtbaums
Geblinket, hängt
Jetzt Eiß herab, das keine Sonne
Zerschmelzen kan.

Entblättert steht die Rebenlaube,
Die mich in Nacht
Verschloß, wenn Phoebus flammenathmend
Herniedersah.

Das Blumenbeet, wo Florens Töchter
In Morgenroth
Gekleidet, Wohlgeruch verhauchten,
Versinkt in Schnee.

Nur du, mein kleiner Buchsbaum, pflanzest
Dein grünes Haupt
Dem Frost entgegen, und verhöhnest
Des Winters Macht.

Mit Goldschaum überzogen, funkelst
Du an der Brust
Des Mädchens, das die Dorfschalmeye
Zum Tanze ruft.

Ruh sanft mein Garten, bis der Frühling
Zur Erde sinkt,
Und Silberkränze auf die Wipfel
Der Bäume streut.

Dann gaukelt Zephyr in den Blüthen,
Und küßet sie,
Und weht mir mit den Düften Freude
In meine Brust.

Ludwig Hölty

(1748 - 1776), Ludwig Christoph Heinrich Hölty, deutscher Lieder-, Hymnen-, Balladen- und Odendichter

Quelle: Hölty, L., Gedichte. Entstanden 1769, Erstdruck in: Wilhelm Michael, Ludwig Christoph Heinrich Hölty's Sämtliche Werke, Bd. 1. Gesellschaft der Bibliophilen, Weimar 1914ff


20.12.2019 22:22
HiddenNickname

Der Raupe wegen muß man den Baum nicht umlegen.

Deutsches Sprichwort


20.12.2019 22:24
HiddenNickname

In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück.

Aus Asien


20.12.2019 22:28
HiddenNickname

Tickermeldung: "Die Schweizer Post gibt eine Briefmarke aus Holz heraus.“ Für was Bäume alles herhalten müssen, erst die Bretter vor den Köpfen und nun auch noch das ...

© Wolfgang J. Reus (1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker



Dieses Thema wurde geschlossen. (max. 200 Beiträge)

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | Seite: 7 | 8 | 9 | 10 |








>>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<