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Klimaschutz..Bäume.. Gedichte-Zitate-Texte..

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17.10.2019 21:40
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Mittag

Am Waldessaume träumt die Föhre,
Am Himmel weiße Wölkchen nur,
Es ist so still, daß ich sie höre,
Die tiefe Stille der Natur.

Rings Sonnenschein auf Wies' und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
Und doch es klingt als ström' ein Regen
Leis tönend auf das Blätterdach.

Theodor Fontane (1819-1898)

18.10.2019 01:47
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„Leben wie ein Baum,
einzeln und frei //
doch schwesterlich wie ein Wald, //
das ist unsere Sehnsucht.“ —
Nazım Hikmet, Aus dem Gedicht "Davet" (Die Einladung)

* * * * * * *
(Im Originaltext heißt es "brüderlich wie ein Wald".)



18.10.2019 01:58
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Ade, du lieber Tannenwald
Liedtext von Johannn Nepomuk Vogl (1836)

Ade, du lieber Tannenwald, ade, ade!
Wie rief die Scheidestund' so bald, ade, ade!
Mir ist das Herz so trüb' und schwer,
als riefs: Du siehst ihn nimmermehr.
ade, ade, du lieber Tannenwald, ade,
ade, ade, du lieber Tannenwald, ade! Ade, du liebes Waldesgrün, ade, ade!

Ihr Blümlein mögt noch lange blüh'n! ade, ade!
Mögt andre Wandrer noch erfreu'n
und ihnen eure Düfte weih'n!
Ade, ade, du liebes Waldesgrün, ade!

Ade, ihr Felsen braun und grau, ade, ade!
Weiß Gott, wann ich euch wieder schau', ade, ade!
Mir ist das Herz so trüb' und schwer,
als riefs: Du siehst sie nimmermehr!
|Ade, ade, ihr Felsen braun und grau! Ade!

Und scheid' ich auch auf lebenslang, ade, ade!
O Wald, o Fels, O Vogelsang, ade,ade!
An euch, an euch, zu aller Zeit,
gedenke ich in Freudigkeit.
Ade, ade, o Wald, o Vogelsang! Ade!

18.10.2019 02:40
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zao
Bezirk 242, Shirong, Siichuan, 2098

Wie verwachsene Vögel balancieren wir auf unseren Ästen, das Plangemäß in der einen Hand, den Federpnisel in der anderes. Iangsam, so vorsichtig ich könnte klettette ich aufeärrs.

18.10.2019 18:14
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Ein Grashalm sagte


Ein Grashalm sagte zu einem Blatt om Herbst:"Du machst solchen
Lärm, wenn Du fällst! Du störst meine Winterträume."
Das Blatt antwortete ungehalten:"Du bist von niedriger Herkunft und
hast dich nie über deine Niedrigkeit erhoben, griesgrämiges, stummes
Ding. Du lebst nicht in den höheren Sphären und hast von Musik keine Ahnung."

Dann legte sich das Blatt auf die Erde und schlief ein.
Als der Frühling kam, erwachte es wieder- und war ein Grashalm.
Als es Herbst wurde, die Zeit für den Winterschlaf nahte und in den Lüften
die Blätter fielen, murmelte es:"O diese blätter im Herbst!
Sie machen so einen Lärm! Sie stören meine Winterträume."

Kahlil Gibran (1883-1931)


20.10.2019 13:59
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Aufbruch

Über Nacht, vom ersten Warmen Winde
kühn gemacht,
hat der März das Tal geschwinde
grün gemacht.

Wärmt der Wald sich, mager und gestrüppig
erst das Fell,
bald des Kirschbaums Knospen, üppig
bersten hell.

Süßer Regen weint den weh gefrornen
Garten auf.
Blüten, die im Schnee verlornen,
warten drauf.

Hinter das vom Winter ausgebleichte
Grau der Welt
ist nun schon das frühlingsleichte
Blau gestellt.

Morgen kommt die Sonne: Furcht und Hoffen
stöhnt vom Schlag -
von des Lichtes Blitz getroffen
tönt der Tag!

Eugen Roth


21.10.2019 19:24
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Ode auf eine griechische Urne



Liebkeusche Braut der steten Stille du,

Du Pflegekind von Tag und Tag und Schweigen!

Welch blumiges Waldgeschichtchen schilderst du –

Und sagst es süßer als ein Reimereigen?

Welch blattumrankte Mär umstreicht dein Rund

Von Göttern oder Menschen oder beiden

In Tempe oder in Arkadiens Hängen?

Wer sind sie, die an Mädchenangst sich weiden?

Was jagt so toll? Was ringt und flieht so bunt?

Welch Flötenlied? Welch lustberauschtes Drängen?


Gehörtes Lied ist süß, doch süßer ist

Ein ungehörtes: sanfte Flöte, weiter!

O wie du, klanglos, mehr als köstlich bist,

Du geisterhaft-lautlosen Lieds Begleiter!

Nie kannst du, Jugend, lassen von dem Sang,

Wie nie die Bäume hier ihr Laub verlieren;

Du keck Verliebter, nie, nie kannst du küssen,

So nah du auch dem Ziel – doch sei nicht bang:

Nie welkt sie! Wirst du auch entbehren müssen,

Wird Liebe dich und Schönheit sie stets zieren.


Glücklicher Baum in ewiger Frühlingszeit,

Nie sinken deiner Zweige Blätter nieder.

Glücklicher Sänger, ohne Müdigkeit

Für immer flötend immer neue Lieder!

Und Liebe, Liebe, voll von größerem Glück:

Für immer heiß und der Erfüllung harrend,

Du immer jagende, du immer junge!

Wie steht vor dir lebendige Gier zurück,

Die Herzen satt macht, im Genuß erstarrend,

Die Hirn erhitzt und dürr versengt die Zunge!
[16]

Und wer sind diese mit dem Priester hier

Und jener Färse? Welcher Gottheit danken

Im Grünen sie mit schönstem Opfertier,

Dem Kränze blühen um die seidnen Flanken?

Welch kleine Stadt an Fluß, in Bergeshain,

An Seestrand, Stadt mit Burg zu Wehr und Frieden.

Steht diesen frommen Tag mit leeren Gassen?

Du kleine Stadt wirst ewig stumm nun sein,

Denn keinem wird die Heimkehr je beschieden,

Dir kundzutun, warum du so verlassen.


O attische Form, so schön wie nie erschaut,

Um die sich marmorn Mann und Mädchen ranken,

Mit vollen Zweigen und zertretnem Kraut,

Schweigende Form! du rufst in uns Gedanken,

Wie Ewigkeit es tut: kalt Schäferspiel!

Sind wir mit unserm Leid dahin, so findest

Du andres Leid und wirst in Kümmernissen

Den Menschen trösten, dem du dies verkündest:

»Schönheit ist Wahrheit, Wahr ist Schön!« – Nicht viel,

Nur dies weißt du – und brauchst nicht mehr zu wissen.


Quelle:

Keats, John: Gedichte. Leipzig [1910], S. 15-17.[/1910][/16]

22.10.2019 20:34
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Der Baum des Lebens Songtext
von Peter Maffay

Der Baum des Lebens

Im Frühling zähl ich ruhelos die Tage
Und spüre, wie das Leben neu in mir erwacht
Bin stolz, wenn ich die ersten Blüten trage
Die bald darauf die Sonne zu reifen Früchten macht

Im Sommer fange ich die Sonnenstrahlen
Und neben mir legt mancher
Seinen müden Kopf zur Ruh
Wenn meine Blätter Schattenbilder malen
Dann singen sie im Wind
Und ich hör ihren Liedern zu

Ich geb den Vögeln ihr Zuhaus
Die Bienen fliegen ein und aus
Wer zu mir kommt
Macht seine Reise nicht vergebens
Ich brauch die Erde, Luft und Licht
Und bis mein letzter Zweig zerbricht
Bin ich für alle der Baum des Lebens
Bin ich für alle der Baum des Lebens


Im Herbst lass ich mich
Von den Stürmen biegen
Und schenke dieser Welt
Die allerschönste Farbenpracht
Seh meine Blätter
Hoch im Winde fliegen
Und weiß, daß ihre Freude
Den Abschied leichter macht

Im Winter trage ich Schnee
Auf meine Zweigen
Und spür die Ewigkeit
In manchem stillen Augenblick
Ich sammle neue Kraft
In meinem Schweigen
Und gebe sie bald wieder
Tausendfach zurück

Ich geb den Vögeln ihr Zuhaus
Die Bienen fliegen ein und aus
Wer zu mir kommt
Macht seine Reise nicht vergebens
Ich brauch die Erde, Luft und Licht
Und bis mein letzter Zweig zerbricht
Bin ich für alle der Baum des Lebens
Bin ich für alle der Baum des Lebens


Writer(s): ROLF ZUCKOWSKI, PETER SCHIRMANN Lyrics powered by www.musixmatch.com


editiert am 22.10.2019 20:58 Beitrag melden Zitatantwort
24.10.2019 15:29
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Der alte Baum

von Ingeborg Henrichs

Der alte Baum
Monument unserer Verzückung
Herab fällt die Nacht
Und umhüllt
Mit ihrem blauen Mantel
Der Ewigkeiten erahnen lässt
Seinen geheimnisvollen Schlaf.



24.10.2019 15:31
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Im lichten Birkenwald

von marie mehrfeld

Schwebende
flüsternde
hellgrüne
Wipfel
atmen
Trübsinn ein
und blaue
Heiterkeit aus,

flirrende
Sonnenstrahlen
glitzern,
gefiltert von
wehendem
Blätterdach.



24.10.2019 15:33
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Blattkleid

von Monika Laakes

Die zarte Birke
wirft im Herbst ihr Blattkleid ab.
Stress vor dem Winter.



24.10.2019 15:34
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Mein Fleckchen Erde

von marie mehrfeld

Beim Gang durch
meinen lichten grünen
Wald –

ein Fleckchen
Erde, das ich mag,
so gar nicht düster -

hör ich sehr leise
unter welkem Laub
ein Bächlein flüstern
am sonnig frischen
Mehr hier: https://www.literatpro.de/gedichte/baume



24.10.2019 16:11
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Der Ahornbaum Songtext von Juliane Werding

Als ich klein war,
War die Luft noch viel gesünder,
Vor dem Fenster stand
Ein alter Ahornbaum.
In seinem kühlen Schatten
Spielten wir als Kinder,
In seinen Ästen konnt' man
Ganze Häuser baun.
Er trotzte Wind und Regen,
Schnee und Kälte
Machten ihm nichts aus.
Jedes Jahr im Frühling
Kamen neue Blätter,
Und dann machten wir
Ein großes Fest daraus.

Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, wie bist du schön,
Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, laßt ihn doch steh'n.


Ich wurde älter,
Und die Stadt ging aus den Fugen.
Mit jeder neuen Straße
Starb ein Stückchen Grün.
Bald trug mein Ahornbaum
Ein Kreuz aus weißer Kreide,
Und das war das Todesurteil
Auch für ihn.
Doch wir taten uns zusammen,
Wir malten Schilder,
Rettet diesen Baum!
Wir gingen auf die Straße,
Unterschriften sammeln.
Als wir siegten,
Der Triumphzug war ein Traum.

Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, wie bist du schön,
Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, laßt ihn doch steh'n.

Heut steht der alte Baum
Von Hochhäusern umgeben,
Eine Insel
Im Ozean aus Stein.
Man gießt und hegt und pflegt ihn,
Kostbar ist sein Leben,
Und am Abend strahlt er
Hell im Lichterschein.
Man sitzt in seinem Schatten,
Er ist beliebt als Treffpunkt
Weit und breit.
Im Reiseführer steht sein
Name mit drei Sternen,
Als ein Denkmal,
Eine Sehenswürdigkeit.

Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, wie bist du schön,
Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, laßt ihn doch steh'n.

Ahornbaum,
Ahornbaum, wie bist du schön,
Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, laßt ihn doch steh'n.

Ahornbaum,
Ahornbaum, wie bist du schön,
Oh, Ahornbaum,
Ahornbaum, laßt ihn doch steh'n


Writer(s): HANS ULRICH WEIGEL, WOLFGANG ASAM Lyrics powered by www.musixmatch.com


25.10.2019 15:17
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Auch wenn ich wüßte, daß die Welt morgen zugrunde ginge,würde ich noch heute einen Apfelbaum pflanzen.
-Franz von Assisi


27.10.2019 19:53
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Bäume sind Heiligtümer

Bäume sind Heiligtümer.
Wer mit ihnen zu sprechen,
wer ihnen zuzuhören weiss,
der erfährt die Wahrheit.

Sie predigen nicht Lehren und Rezepte,
sie predigen, um das einzelne unbekümmert,
das Urgesetz des Lebens.

Hermann Hesse


30.10.2019 15:16
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Der Tropenwald

Es war einmal ein Tropenwald
mit Bäumen grün, sehr hoch und alt.
Ganz warm und feucht, er wunderbar
für groß und klein die Heimat war.

Fernab in einem reichen Land
der Appetit auf Steak entstand.
Man brauchte Platz. Wozu ein Wald?
Man schlug das Holz. Ganz kahl war's bald.

Die Sonne scheint, der Affe stirbt.
Der Boden blank jetzt erodiert.
Ein Vogel legt ein letztes Ei.
Das Rind es rülpst, Methan wird frei.

Nun sitzt er da am Teakholztisch,
der reiche Mensch, das Hemd nicht frisch.
Der Schweiß, der läuft, das Asthma plagt.
War das o.k?, er sich nun fragt.

dkb, August 2007


31.10.2019 15:39
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Erst wenn
der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann!

Erkentnnis der Creek Indianer


31.10.2019 15:43
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Wenn Deine Seele krank ist,
dann verbirg Dich
wie ein verwundetes Tier in den Wäldern:
Sie werden Dich heilen.

Siegfried von Vegesack


31.10.2019 15:44
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Die Gäste der Buche

Mietegäste, vier im Haus,
hat die alte Buche.
Tief im Keller wohnt die Maus,
nagt am Hungertuche.

Stolz auf seinen roten Rock
und gesparten Samen
sitzt ein Protz im ersten Stock,
Eichhorn ist sein Name.

Weiter oben hat der Specht
seine Werkstatt liegen,
hackt und zimmert kunstgerecht,
dass die Späne fliegen

Auf dem Wipfel, im Geäst,
pfeift ein winzig kleiner
Musikante, froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer!

Baumbach


31.10.2019 15:45
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Mit den ersten Bäumen, die gefällt werden, beginnt die Kultur.
Mit den letzten Bäumen, die gefällt werden, endet sie.

Unbekannter Verfasser



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