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Forum » Astrologie, Religion und Spiritualität » Thread

Gebet für Opfer sexueller Gewalt

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21.02.2019 22:55
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 22:25:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 20:57:

...
Ich hätte Angst vor dem SelberSchuld. Was biste auch noch in so einer Institution.

...


Meine Wut & Verachtung richten sich gegen die Machtstrukturen innerhalb der Kirche & natürlich gegen die Täter. Seit Jahren tut sich da nichts. Ein paar besänftigende Worte hier, mal da, mal dort von diesem oder jenem Amtsträger.

Und weiter geht es mit der Tagesordnung bis zum nächsten M…..... Immer so weiter.

Aber: Ich würde nie einem/r Betroffenen einen Vorwurf machen, geschweige denn Vorschriften an wen wer glauben soll oder auch nicht.

+ mir ist auch durchaus bewusst, dass der Glaube oft den nötigen Halt gibt, um irgendwie damit & weiter leben zu können.


ich stimme dir aus vollster Seele zu! Nur, dass das wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten geht....

Und die Opfer, die trotzdem noch in der Kirche oder beim Glauben bleiben....

Dieses unglaubliche und kaum zu verarbeitende Leid, was durch Missbrauch verursacht wird, hat etwas extrem lähmendes....



21.02.2019 22:57
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.02.2019 um 16:49:

Gott, du Freund des Lebens.
Du unser Gott, höre unsere Klage.
Du unser Gott, höre unsere Klage.
Du unser Gott, steh uns bei.
Du unser Gott, steh uns bei.
Du unser Gott, gib uns Kraft und Mut.
Du unser Gott, gib uns Kraft und Mut.
Du unser Gott, mach unsere Hoffnung stark.
Du unser Gott, mach unsere Hoffnung stark.
Lebendiger Gott, sende uns ... blablabla


Ich habe noch keinen Begriff dafür, daß die TE und stellvertretend ihre Schwestern und Brüder im Geiste sich hier allen Ernstes erdreisten, das Konzept des abrahamitischen "Gottes", aus dem Strukturen hergeleitet wurden, die soviel Leid, Unterdrückung, Brutalität und Menschenverachtung nach sich zogen, herzunehmen, um Solidarität und Beistand mit den Opfern ebendieser Strukturen zu deklarieren.

Der Begriff brechreizerregende Heuchelei trifft es nicht wirklich.

*

Religion\Gott: raus aus den Köpfen!
Schwindende Mitgliederzahlen bei den Katholen sind ja schon mal ein guter Anfang...

editiert am 21.02.2019 22:58 Beitrag melden Zitatantwort
21.02.2019 23:05
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Franzi findet Kirchenkritiker übrigens doof.

also zähle ich mich jetzt wohl nach seiner Aussage zu:

Menschen, die die Kirche ständig und "ohne Liebe" kritisierten, seien "die Freunde, Cousins und Verwandten des Teufels", hatte der Papst laut "Guardian" vor Pilgern aus Süditalien gesagt.

21.02.2019 23:21
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 22:45:

(...)

nur das die Kirche ein weltweit umspannendes, jahrtausende altes System ist und fast alle patriacharischen Strukturen ihre Wurzeln und Prägungen aus der Kirche haben.
Das tiefsitzende `Das soll mal lieber ein Mann machen´ und `Kinderwillen hat die Katz gefressen!´ kommt aus diesem System.

Vielleicht kommt aus dekorativen Gründen eine neue Oberflächenlackierung drauf. Mich würde nicht überraschen, wenn die "Missbrauchskonferenz" im Vatikan nur dazu dient, bessere Vertuschungsmethoden zu finden.

Wie wäre das schön... eine Welt ohne von Männern organisiertes Missbrauchssystem, dass sich "Vater-Religion" nennt....

Wo nur die Regel gilt: behandele Menschen - alle... ob Frauen; Männer, XX, andersdenkende; mit anderer Hautfarbe, als die eigene; kleine; große; dicke; dünne;

behandele sie so, wie du auch behandelt werden möchtest....

ich würde ja glatt dafür beten, aber ich bin inzwischen überzeugt, dass es keinen Gott irgendeiner Buch-Religion gibt. Und wenn doch... würde ich ihn ******

Leider werde ich wohl mein Leben lang beschäftigt sein, diese bittere Wurzel, die mir als junger Mensch im Namen Gottes gesät wurde, zu entfernen.

vielleicht werde ich ja ruhiger mit der Zeit.



Es tut mir sehr leid, dass dir Unrecht getan wurde und ich wünsche dir sehr, dass die Wunden irgendwann heilen werden. Diese Worte mögen leer oder hohl für dich klingen, sie sind es aber nicht. Das sage ich als Mensch, als Frau, Lesbe und ja, auch als Christin, da dies ein Teil von mir ist - das kann ich gar nicht wegschalten. Ich hatte Glück, andere persönliche Erfahrungen gemacht zu haben, zumindest was den Glauben angeht. Und genau diese Erfahrungen haben mich mit zu einem Menschen gemacht, der sich auch eine Welt wünscht, wie du sie hier beschreibst

ZitatWo nur die Regel gilt: behandele Menschen - alle... ob Frauen; Männer, XX, andersdenkende; mit anderer Hautfarbe, als die eigene; kleine; große; dicke; dünne;

behandele sie so, wie du auch behandelt werden möchtest....


Um so bitterer ist es für mich, dass genau dieser Glaube von Menschen für Schlimmes benutzt wird und wurde. Mit dem Segen der kath. Kirche.

Deshalb finde ich es sehr gut, dass Menschen wie du nicht schweigen. Und ich wünsche mir, dass mehr zugehört wird und dass viel mehr getan wird. Viel, viel mehr...




21.02.2019 23:26
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 21:18:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 21:11:

Ich dachte, ich versuche es mal!
Hat nicht funktioniert.

Für mich gilt: "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.".


Was meinst Du mit 'ich versuche es mal'?

Diese Fürbitten kenne ich aus katholischen Messen. KatholikInnen bedeuten die viel, soweit ich weiß.

Ich glaube, manchen Menschen hilft ihr Gott auch dann, wenn sie sich gar nicht mehr zu helfen wissen.
Und manchen 'Gottlosen' helfen dann hoffentlich andere Menschen.


Ich bin eine von Denen, eine Gottlose.
Wo habe ich das schon einmal gehört? Unwichtig!

Für mich ist der katholische Glaube doppelzüngig. Die Empörung über den Missbrauchsskandal in der Kirche ist Heuchelei
Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen (vor allem die Herren in ihren Roben) so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?

Ich glaube auch. An mich und Menschen, die zu mir gehören.

Ich vergaß Deine Frage.
Es war der Versuch, diesen Thread mit einem "Gebet" schnell zu beenden.



editiert am 21.02.2019 23:48 Beitrag melden Zitatantwort
21.02.2019 23:36
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 23:21:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 22:45:

(...)

nur das die Kirche ein weltweit umspannendes, jahrtausende altes System ist und fast alle patriacharischen Strukturen ihre Wurzeln und Prägungen aus der Kirche haben.
Das tiefsitzende `Das soll mal lieber ein Mann machen´ und `Kinderwillen hat die Katz gefressen!´ kommt aus diesem System.

Vielleicht kommt aus dekorativen Gründen eine neue Oberflächenlackierung drauf. Mich würde nicht überraschen, wenn die "Missbrauchskonferenz" im Vatikan nur dazu dient, bessere Vertuschungsmethoden zu finden.

Wie wäre das schön... eine Welt ohne von Männern organisiertes Missbrauchssystem, dass sich "Vater-Religion" nennt....

Wo nur die Regel gilt: behandele Menschen - alle... ob Frauen; Männer, XX, andersdenkende; mit anderer Hautfarbe, als die eigene; kleine; große; dicke; dünne;

behandele sie so, wie du auch behandelt werden möchtest....

ich würde ja glatt dafür beten, aber ich bin inzwischen überzeugt, dass es keinen Gott irgendeiner Buch-Religion gibt. Und wenn doch... würde ich ihn ******

Leider werde ich wohl mein Leben lang beschäftigt sein, diese bittere Wurzel, die mir als junger Mensch im Namen Gottes gesät wurde, zu entfernen.

vielleicht werde ich ja ruhiger mit der Zeit.



Es tut mir sehr leid, dass dir Unrecht getan wurde und ich wünsche dir sehr, dass die Wunden irgendwann heilen werden. Diese Worte mögen leer oder hohl für dich klingen, sie sind es aber nicht. Das sage ich als Mensch, als Frau, Lesbe und ja, auch als Christin, da dies ein Teil von mir ist - das kann ich gar nicht wegschalten. Ich hatte Glück, andere persönliche Erfahrungen gemacht zu haben, zumindest was den Glauben angeht. Und genau diese Erfahrungen haben mich mit zu einem Menschen gemacht, der sich auch eine Welt wünscht, wie du sie hier beschreibst

ZitatWo nur die Regel gilt: behandele Menschen - alle... ob Frauen; Männer, XX, andersdenkende; mit anderer Hautfarbe, als die eigene; kleine; große; dicke; dünne;

behandele sie so, wie du auch behandelt werden möchtest....


Um so bitterer ist es für mich, dass genau dieser Glaube von Menschen für Schlimmes benutzt wird und wurde. Mit dem Segen der kath. Kirche.

Deshalb finde ich es sehr gut, dass Menschen wie du nicht schweigen. Und ich wünsche mir, dass mehr zugehört wird und dass viel mehr getan wird. Viel, viel mehr...



nimm es nicht persönlich, aber ich brauche kein Mitleid von Christen.
Ganz im Gegenteil, die Auszeichnung als "Freundin des Teufels", wie der katholische Vorturner Kirchenkritiker nennt, trage ich mit Stolz!

und was mir widerfahren ist, spielt keine Rolle. Sicher, es impliziert ein bestimmtes Bild. Vielleicht spiegelt es auch nur, wie ich evtl hab zusehen müssen, wie im Namen des "barmherzigen Gottes" Menschen zugrunde gerichtet werden?

21.02.2019 23:44
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Für mich ist nicht der Glaube doppelzüngig, wohl aber viele der Anführergläubigen, die meinen, meinen Glauben korrigieren zu müssen und mir sagen wollen, dass ich falsch glaube.
Die mir empört sagen, dass ein Goethezitat in einer Todesanzeige ja "fast schon katholisch" ist. Diese Unsäglichen, die in einer nebulösen Sprache reden, die mir zu männlich, zu autoritär, zu machtdurchzogen ist. Die mit mir nicht auf Augenhöhe sein wollen.
Die lehne ich ab.
Aber alle, die all das nicht hinnehmen, die in der Kirche bleiben, weil sie etwas verändern wollen, Pastorinnen, die sich gegen die rigiden Strukturen wehren, lesbische Pastorinnen, die ihre Partnerinnen der Gemeinde vorstellen, die ihre Liebsten heiraten, die eintreten für Gleichberechtigung, gegen sexualisierte Gewalt, all die, die den Mund aufmachen, denen gehört mein Respekt.
Ich bin vor langer Zeit ausgetreten.
Weil ich das nicht ertragen habe.
Aber das ist nicht der einzige Weg.
Daran glaube ich.

Ich hoffe, die Anführungszeichen, bei den "Gottlosen" waren deutlich. Ich gehöre per Definition auch dazu.
Nicht nach meiner, aber nach der, der verschiedensten Glaubensrichtungen.


editiert am 21.02.2019 23:48 Beitrag melden Zitatantwort
21.02.2019 23:47
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 22:57:
(...)


Woran erinnern mich nur oft deine Auftritte auf lesarion...grübel, grübel...ah, ich habs! Wanderpredigerinnen auf Missionierungstour. Zumindest, was den Anfang angeht, denn ich schalte sehr schnell ab....

22.02.2019 00:03
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 23:05:

Franzi findet Kirchenkritiker übrigens doof.

also zähle ich mich jetzt wohl nach seiner Aussage zu:

Menschen, die die Kirche ständig und "ohne Liebe" kritisierten, seien "die Freunde, Cousins und Verwandten des Teufels", hatte der Papst laut "Guardian" vor Pilgern aus Süditalien gesagt.


Nun ja.
Hätte er das zu mir gesagt, hätte ich geantwortet, "Freundin der Teufelin,
Franzilein, Freundin der Teufelin, so viel Zeit muss sein."

Aber er spricht ja nicht zu mir.


22.02.2019 00:16
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 23:44:

Für mich ist nicht der Glaube doppelzüngig, wohl aber viele der Anführergläubigen, die meinen, meinen Glauben korrigieren zu müssen und mir sagen wollen, dass ich falsch glaube.
Die mir empört sagen, dass ein Goethezitat in einer Todesanzeige ja "fast schon katholisch" ist. Diese Unsäglichen, die in einer nebulösen Sprache reden, die mir zu männlich, zu autoritär, zu machtdurchzogen ist. Die mit mir nicht auf Augenhöhe sein wollen.
Die lehne ich ab.
Aber alle, die all das nicht hinnehmen, die in der Kirche bleiben, weil sie etwas verändern wollen, Pastorinnen, die sich gegen die rigiden Strukturen wehren, lesbische Pastorinnen, die ihre Partnerinnen der Gemeinde vorstellen, die ihre Liebsten heiraten, die eintreten für Gleichberechtigung, gegen sexualisierte Gewalt, all die, die den Mund aufmachen, denen gehört mein Respekt.
Ich bin vor langer Zeit ausgetreten.
Weil ich das nicht ertragen habe.
Aber das ist nicht der einzige Weg.
Daran glaube ich.

Ich hoffe, die Anführungszeichen, bei den "Gottlosen" waren deutlich. Ich gehöre per Definition auch dazu.
Nicht nach meiner, aber nach der, der verschiedensten Glaubensrichtungen.


Dabei ist die evangel. Kirche viel weiter -. zumindest heute. Ich gehe sogar manchmal "fremd" und lese etwas über queere Gemeinden, Frauen in der Kirche und anderes mehr.

22.02.2019 00:32
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sie kann es nicht. sie weiß nichts.

sie trollt.

alles wie gehabt.

Weste Annemariechen, ick wejss dett viele Menschen einander uff`n Sack jehen. Ick wejss , dett De immer schreibs, wenn ick uffline bin. Ich wejss, dett ürgendwatt mit denem Selbstbewußtsinn nüscht stümmt, wenne anderen watt irgendwatt runterstellst! Wie trollig! Mancher Name kommt nicht von ungefähr!

Aber komm Annemariechen, ich drück Dir und herz Dich janz härzlich!

editiert am 22.02.2019 01:15 Beitrag melden Zitatantwort
22.02.2019 00:38
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 21:04:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 20:45:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 19:26:

(quote max. 3 Ebenen)
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 18:53:

Ich möchte ein Gebet aus sprechen: Dass die Jenigen, die anderen Leid angedeihen, irgendwann das Leid erfahren.(/quote max. 3 Ebenen)

Und an wen ist dieses Gebet gerichtet? (...)


Frag nicht so blöd, das wirst Du schon selber wissen, wenne Dreck am stecken hast


Momentan interessiert mich nur, dass du der Bitte nachkommst, deine Zitate zu reparieren. Wenn du nicht weißt, wie es geht, dann kannst du jederzeit nachfragen.

P.S Mit meinem Zitat habe ich deines sozusagen repariert, aber das Original ist immer noch falsch. Jetzt kannst du bei mir nachsehen, was du bei deinem Zitat aus Versehen gelöscht hast - nämlich ein Quote Symbol. Wahrscheinlich ist das bei sehr vielen deiner Zitate der Fall.


Wunder geschehen

22.02.2019 00:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 22:55:

...

Dieses unglaubliche und kaum zu verarbeitende Leid, was durch Missbrauch verursacht wird, hat etwas extrem lähmendes....



In Rom stehen aktuell bereits Menschen vor dem Vatikan – nicht so viele wie zu Ostern, aber immerhin! - und ich hoffe, es werden mehr. Weltweit mehr, denn der Missbrauch ist ein globales Problem. Leider.

22.02.2019 00:57
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.02.2019 um 00:38:

Wunder geschehen


Schön, jetzt kannst du anfangen Zitate zu reparieren.

22.02.2019 01:12
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:
Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.02.2019 um 00:57:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.02.2019 um 00:38:

Wunder geschehen


Schön, jetzt kannst du anfangen Zitate zu reparieren.




22.02.2019 05:46
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@ventidue

Von mir ein Danke fürs Einstellen, denn ich gehöre zu den Menschen, die an die Kraft und die Wirkung von Gedanken, Gefühlen und Worten glauben.

Daher mal kurze spirituelle Überlegungen schreibe, da es in diesem Thread nun recht politisch zugeht.

Für mich überschreite ich im Gebet mein Ich und die Grenzen meines Verstehens. Es ist Ausdruck von Freiheit, Offenheit und Verantwortung für mein Tun und Lassen.

Einzelheiten des Lebens werden im Gebet erinnert und in den Zusammenhang des jeweiligen Glaubens (in vielen Religionen) gebracht.

Durch Beten kann ich Abstand von mir selbst gewinnen und vom Druck der Situation und Kraft sammeln um gestärkter handeln zu können.

Betende finden sich nicht mit der Wirklichkeit ab, sondern glauben, dass sie veränderbar ist.

So dient das Gebet auch der Vorbereitung, Ausrichtung und Reflexion des Handelns, sozusagen innere Einkehr vor dem Aufbruch zu Taten.

Klar, die Auseinandersetzung mit den Straftaten in der Kirche muss Konsequenzen zeigen und das Verhalten der Würdenträger aus Vatikan komplett auf neues Fundament gestellt werden.
Beten mag für Atheisten an dieser Stelle sinnlos scheinen, für einen im xyGlauben verwurzelten Menschen nicht.

editiert am 22.02.2019 05:51 Beitrag melden Zitatantwort
22.02.2019 06:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.02.2019 um 00:16:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 21.02.2019 um 23:44:

Für mich ist nicht der Glaube doppelzüngig, wohl aber viele der Anführergläubigen, die meinen, meinen Glauben korrigieren zu müssen und mir sagen wollen, dass ich falsch glaube.
Die mir empört sagen, dass ein Goethezitat in einer Todesanzeige ja "fast schon katholisch" ist. Diese Unsäglichen, die in einer nebulösen Sprache reden, die mir zu männlich, zu autoritär, zu machtdurchzogen ist. Die mit mir nicht auf Augenhöhe sein wollen.
Die lehne ich ab.
Aber alle, die all das nicht hinnehmen, die in der Kirche bleiben, weil sie etwas verändern wollen, Pastorinnen, die sich gegen die rigiden Strukturen wehren, lesbische Pastorinnen, die ihre Partnerinnen der Gemeinde vorstellen, die ihre Liebsten heiraten, die eintreten für Gleichberechtigung, gegen sexualisierte Gewalt, all die, die den Mund aufmachen, denen gehört mein Respekt.
Ich bin vor langer Zeit ausgetreten.
Weil ich das nicht ertragen habe.
Aber das ist nicht der einzige Weg.
Daran glaube ich.

Ich hoffe, die Anführungszeichen, bei den "Gottlosen" waren deutlich. Ich gehöre per Definition auch dazu.
Nicht nach meiner, aber nach der, der verschiedensten Glaubensrichtungen.


Dabei ist die evangel. Kirche viel weiter -. zumindest heute. Ich gehe sogar manchmal "fremd" und lese etwas über queere Gemeinden, Frauen in der Kirche und anderes mehr.

Ich gehe auch manchmal "fremd". Neulich war ich in einer Eucharistiefeier. In der Kirche war ich schon öfter, es ist eine der energetisch für mich hellsten Kirchen der Innenstadt.

Es gibt für so vieles im Leben Regeln und Vorschriften. In meinem Glauben gehe ich, seit ich denken kann, bloß nach Gefühl. Für mich funktioniert das gut, und ich erlebe diesen "Modus" als eine Art "Add-on", nicht wie Gläubigen häufig unterstellt wird, als einzige Möglichkeit, mit dem Leben irgendwie klar zu kommen. Ich könnte auch ohne Glauben leben, gut leben. Wobei ich darin natürlich nicht meine "eigene Kontrollgruppe" sein und das belegen kann. Wie auch kein Atheist jemals belegen können wird, was Glaube in seinem Leben "machen" würde.

Meine Eltern haben mich erst taufen lassen, als ich 6 war. Es hatte wohl keinen tieferen Sinn, am ehesten waren sie sich wohl uneins, ob, wie, wo oder wann ich getauft werden sollte. Ich kann mich an den Tag der Taufe noch gut erinnern, an die kirchliche Zeremonie und die Feier danach. Der Pastor hat mich in der Kirche hoch gehoben und mich vor der Gemeinde nach meinem "Einverständnis" gefragt und ich habe die Frage bejaht. Für mich ein wichtiger Moment in meinem Leben, das Bewusstsein für Glauben an Gott, das Bewusstsein für die freie Entscheidung war bei mir geweckt. Einem atheistischen Freund habe ich von meiner Taufe mal erzählt und er hatte einige Erklärungen zur Hand, zu dieser Szene in der nordfriesischen Kirche, die letztlich meine persönliche, freie Entscheidung nicht vorsahen. Ich glaube an seine Erklärungen nicht. Es ist allerdings schön, wenn sie für ihn gut funktionieren.



editiert am 22.02.2019 07:09 Beitrag melden Zitatantwort
22.02.2019 07:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 20.02.2019 um 03:13:

ich hoffe, dass franziskus sich ernsthaft daran macht, das im Gegensatz zu seinen Vorgängern ENDLICH aufzuarbeiten.

...den eindruck macht er zumindest grade.

ich finde es dennoch skandalös, dass diese tausendfachen missbrauchsfälle lediglich einer kirchengerichtsbarkeit unterliegen und keiner 'weltlichen'.

eigentlich gehören diese priester, jedenfalls für mich, nicht nur suspendiert, sondern in den knast.


bin nun etwas ot und bitte um entschuldigung, aber es ist in der mache.

Missbrauch in Kirche: Juristen stellen Anzeige
"Es gibt kein Recht der Kirche, ihre Institution von strafrechtlichen Eingriffen freizuhalten". So heißt es in der Strafanzeige einer Gruppe von Rechtsprofessoren gegen unbekannt, die nun den Druck auf die Kirche erhöhen. Die Anzeigen sollen laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" bei den Staatsanwaltschaften im Bezirk jeder katholischen Diözese eingegangen sein. In Niedersachsen und Bremen betrifft das die Bistümer Hildesheim und Osnabrück sowie das Offizialat Vechta, das zum Bistum Münster gehört.
quelle:google

22.02.2019 08:49
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Mit den Worten von Konstantin Wecker schwinge ich eher mit, als mit dem Gebet:

Jetzt eine Insel finden und in seentiefem Blau,
von Opiaten überwölkt nach innen sinken.
Nur nichts von außen. An der eignen Wesensschau
den Lebensrest verzaubernd sich betrinken.

Und doch: Selbst mit verschloßnen Ohren
kann ich den anderen Wirklichkeiten nicht entfliehn.
Denn leider kann sich keiner ungeschoren
auf Dauer in die eigne Welt verziehn.

Mach ruhig die Augen zu: Du kannst das Blut nicht übersehen.
Schlag dir die Nase ab: Es stinkt nach Untergang.
Und einmal werden die Geschundnen vor dir stehen
und werden fragen: Was hast du getan?

Ich scheuchte gern diese Gedanken von mir weg
und würd sie lieber gar nicht schreiben oder singen.
Ich stellte oft die Freude schützend vor den Dreck,
mit dem sich Menschen immer in die Knie zwingen.

Doch manchmal seh ich sie vor mir mit leeren Augen,
zerschundnen Händen, aufgeblähtem Bauch,
ich möchte schlafen und dem bösen Traum nicht glauben
und seh mich plötzlich zwischen all dem auch.

Seh mich gejagt als Nigger in dem Schmutz
einer zurückgebliebnen weißen Fettwanstwelt,
seh mich als Jäger, der sich in dem Schutz
einer entmenschlichten Moral gefällt.

Und spüre Schmerz, der nie der meine war.
Und heul mit einem Türkenkind.
Und bringe in der Wüste Opfer dar,
auf daß der Regen komme mit dem Wind.

Daß so viel Blut die Erde fassen kann!
Ich werde bald ertrinken in dem Rot.
Und weiß - das fängt erst alles an.
Wenn wir nicht schnell erwachen, sind wir tot.

Auf einmal seh ich plastisch all die Lügen,
die unsrer Erde ihren Atem rauben,
und all die toten Seelen, die sich fügen,
weil ihre Körper sich am Leben glauben.

Die Straßen sind gefüllt mit Geisterwesen,
die man schon lange aus der Welt verbannte.
Ich hab als Kind erstaunt davon gelesen,
und jetzt erschreckt mich all das Unbekannte.

Ich sehe Priester, die das Kreuz der Liebe
wie ein Gewehr auf ihre Schäfchen richten,
und wie die großen Gauner kleine Diebe
uns zur Erbauung gnadenlos vernichten.

Ich seh auf einmal diese feinen Stoffe,
aus denen Menschen eigentlich bestehen.
Und habe Angst und bete, und ich hoffe,
mich jetzt noch nicht so eigentlich zu sehen.

Als könnte jemals jemand ganz allein
in seiner Höhle mit sich vegetieren.
Wir sind vermummt, wir hörn sie nicht mehr schreien,
die ständig in und um uns existieren.

Es ist ein langer Marsch durch die Geschichte,
der sich vor mir in diesem Augenblick vereint,
und ich verwünsche schaudernd die Gesichte,
wo mir so vieles plötzlich körperlich erscheint,

was nur abstrakt in unserer Psyche
befreit von Mythen, heißt es, existiert.
Doch das Abstrakte hat Gerüche
und nimmt Gestalt an, zeugt, gebiert.

Jetzt zieht ein Heer von Tieren durch die Nacht,
ein Trauermarsch zertretner Kreatur.
Die fragen stumm: Was habt ihr nur gemacht,
erkennt ihr nie mehr diese unsichtbare Schnur,

die alle mit dem anderen verbindet,
die euch allein, doch nie vereinzelt läßt -
die hält euch, bis der Letzte Frieden findet,
im Strudel eurer Grausamkeiten fest?

Noch wird es Tag, die Sonne streichelt wieder,
als wüßte sie von nichts, die ganze Welt.
Ich komm mir wichtig vor und bette mich in Lieder,
obwohl doch alles bald zusammenfällt.

Da unten wird grad einer abgestochen.
Ich prüf die Härte meines Frühstückseis.
Wo hat sich meine Seele wieder hin verkrochen?
Ich will davon und wart am falschen Gleis.

Und während ich hier wieder einmal klage,
springt einer irgendeinem ins Gesicht.
Natürlich weil er recht hat, und die Frage
erübrigt sich schon lang: Wer hat das nicht?

Jetzt eine Insel finden und in seentiefem Blau,
von Opiaten überwölkt nach innen sinken.
Nur nichts von außen. An der eignen Wesensschau
den Lebensrest verzaubernd sich betrinken.

Und doch: Selbst mit verschloßnen Ohren
kann ich den anderen Wirklichkeiten nicht entfliehn.
Denn leider kann sich keiner ungeschoren
auf Dauer in die eigne Welt verziehn.

22.02.2019 09:04
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@arose, weißt Du zufällig, wann er das geschrieben hat?


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Sehr glücklich Smilie Traurig irritiert Cool Lachen überrascht Zwinkern Augen rollen Teufelchen traurig verliebt Kuss beschämt Zunge rausstreck singen streicheln Engel schlafen müde durcheinander glotzen schweigen krank Alien Blume Daumen hoch Torte weiße Flagge Stern
 




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