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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Gefühlte Gedanken 3

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28.03.2017 14:44
HiddenNickname

...

editiert am 06.05.2018 10:16 Beitrag melden Zitatantwort
01.04.2017 23:03
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..von nichts hängt das Selbst ab.
Liebe hängt von nichts ab.
Die Graberde der Scham ist noch leicht feucht, ihr vertrauter Geruch ängstigt nicht.
Sie ruht… friedlich.

Niemand muss sich für Liebe schämen.
Du nicht.
Ich nicht.

Wärme erfüllt mich.
Ich bin glücklich.
In mir.
Mit mir.
Wegen mir...

Die Liebe ist ein Engel der Geige spielt.
Solange er spielt, tanze ich….

No strings attached.

(c) BP


editiert am 01.04.2017 23:04 Beitrag melden Zitatantwort
02.04.2017 11:24
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Es gibt nur diese wenigen Momente, in denen klar formuliert alles durchschießt. So bald es niedergeschrieben werden kann, relativiert es sich. Und die Wut und Verzweiflung bleiben gefangen. Finden keinen Ausgang, brodeln und warten auf die nächste Gelegenheit. Wenig krabbelt nach draußen, das Meiste bleibt verborgen. Und frisst weiter.
Der restliche Teil des Clans fuhr nun Panzer. Es ward weniger schlimm, teilweise sogar entlastend. Und doch bleibt der bittere Beigeschmack. Sind nicht viele, die den Clan ausmachen und doch sind es tausende Meinungen und Aussagen. Sie zu sortieren fordern Kraft und Ausdauer. Dinge, die ich nicht gewillt bin, zu investieren. Dieser Aufwand entfernt mich vom wesentlichen.
Selbst dieser Teil des Clans wirft Dir Boshaftigkeit und Böse-Sein vor. Es mag an der Art liegen, auf welche Weise Du gegangen bist. Aber, wie sich nun rausstellte, haben sie darum gewusst, wie es um Dich gestellt war. Dass sie es nicht ernst nahmen, lag doch nicht an Dir. Ist ihr eigenes Unvermögen nun schuld an ihrem Pöbeln? Was genau werfen sie Dir vor? Dass Du Dich Zeit Deines Lebens gegen Unvermögen des Verstehens gewehrt hast? Dass Du genervt warst ob der vielen Intoleranz? Dass Du es leid warst gegen Windmühlen zu kämpfen?
Was rede ich? Hier liest man doch jeden Tag die absurdesten Dinge. Die, die am lautesten alles und jeden massiv überheblich, trotz oder gerade wegen dem fehlenden IQ, anpöbeln, sind die, die danach auch am lautesten schreien, ihre Meinung einfach unkommentiert anzunehmen oder stehen zu lassen. Nicht einmal den Inhalt einer Aussage begreifen sie, bestehen aber auf der Akzeptanz ihrer Meinung, die gebetsmühlenartig wiederholt wird. lange, lange.. Erst war es fast witzig, dann traurig, jetzt nur noch bitter. So auch mit dem Clan. Sie wussten um Dich und wollten es nicht wissen.
Und hier? Absurd.
Wo ist meine Nische? Wo kann ich leben, ohne mich rechtfertigen zu müssen? Ich bewundere die Ruhigen, auf den Punkt bringenden Schreibenden, die geduldig ihr Ziel verfolgen oder ihre Message streuen. Ohne andere zu beleidigen, bloß zu stellen oder gar anzugreifen, ohne inflationär gesetzte Smilies kommunizieren können, sich nicht stur in ihrem Credo bewegen können oder sich hinter nebulösen, kryptischen Aussagen verstecken…
Ich mag sie, die ruhigen. Nur sind es zu wenige und zu weit weg.
Ich mag es nicht mehr, das Alles. Es ist zu wenig um zu bestehen, zu viel zum Ertragen.

Gewalt ist ein Oberbegriff. Nicht nur die Knarre vor dem Gesicht ist Gewalt. Auch das Verhalten gegenüber anderen in seiner ganzen Bannbreite ist Gewalt.

Wertigkeit definiert jeder für sich anders. Sie in Konkurrenz und Wettkampf zu anderen zu setzten, ist arm. Es zeigt dann nur die eigene Begrenzung auf.


04.04.2017 16:05
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rosa

Kirschflecken im Stadtgrau
und der Plastikhase
auf dem Balkon
des grantigen Nachbarn

07.04.2017 12:33
HiddenNickname

...

editiert am 06.05.2018 09:20 Beitrag melden Zitatantwort
13.04.2017 14:38
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Es ist April.
Bisher mochte ich diesen Monat. Eben auch wieder. Bei nur einem Kilometer Fußweg zwei unterschiedliche Wetter. Erst kam ich durch den Regen, dann folgte die Sonne. Fast entschuldigend strahlte sie und wärmte. Die Jacke und Hose waren aber nass, trieften und klebten am Körper. Trotzdem lächelte ich der Sonne zu und die Freude über sie war größer als der Ärger. Ich mag ihr Licht und ihr Spiel der Farben. Dunkelblaue Wolken und das Ziegelrot der Dächer ist ein wunderbarer Kontrast. Das zarte Grün der Knospen und sprießenden Blätter ist die Essenz des Spiels. Intensiv, eindringlich und nicht zu übersehen.

Dieses Farbenspiel erinnert mich an den kommenden Aufenthalt auf der Feuerinsel des Atlantiks- diese Freude auf die Urgewalt und das schlichte Aussehen der Insel beruhigen mich. Auf die Stille freue ich mich, auf diese Weite trotz der kleinen Fläche und auf die Farben.
Trotzdem wird nicht verblassen, dass Du vor wenigen Tagen 69 geworden wärst und nun Deine Beerdigung bevorsteht. Ob ich den April weiterhin mögen werde, weiß ich nicht. Das wird die Zeit wohl bringen, aber vergessen werde ich nicht.
Meine Gedanken kann ich Dir nicht mehr mitteilen, so sehr der Wunsch täglich im Raum steht, aber bei jedem Farbenspiel werde ich an Dich denken und mir einiges zurück rufen... Mich erinnern, wie wir über Farben, Eindrücke und meine Sehnsucht nach der Wüste sprachen.

April.
Ich weiß nicht, wie ich ihn schätzen oder mögen werde. Was war, ward.
Was kommen wird, erwarte ich ohne Erwartung.

16.04.2017 11:46
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ein Taubenpaar,
die Hochzeitssuite ist im Efeu an der Hauswand,
direkt neben meinem Fenster
sie sind laut,
sie sind ungestüm,
sie sind verliebt -
ich bin froh, kein Täubisch zu verstehen
und vielleicht auch ein bisschen neidisch...


20.04.2017 17:16
HiddenNickname

...

editiert am 06.05.2018 09:21 Beitrag melden Zitatantwort
20.04.2017 20:56
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April,
tiefgrauer Himmel, regenschwer,
davor die glühenden Häuser, dessen Widerschein mein Zimmer mit warmen Licht flutet.
Die weißen Blütenblätter der Kirschen fallen zart wie Schneeflocken auf den Boden.
Unmengen von braunen Würmern rund um die alte Birke.
Reichlich zu fegen, denke ich.
Aber am liebesten mag ich um diese Zeit den Weg entlang der Stadtmauer, an der die Mandelbäume mit ihrer Schönheit spratzen.

April,
auch in mir treibt er seine Kapriolen.


21.04.2017 21:48
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Horizontale Weite
Nebeltrüber Blick
Zerrissenes Segeltuch knattert im Wind
Der Seeadler umkreist den Raben im Mast
Schwarze Möwe schlüpft aus goldenem Ei
Flügel flüstern Erlösung
Lass mich über die Reling fallen
damit der Rest von mir sich in dir erfüllt

(c) LaBestia

22.04.2017 13:53
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...

editiert am 06.05.2018 10:17 Beitrag melden Zitatantwort
27.04.2017 23:45
HiddenNickname

UNgebremst,
Der jähe Fall
Und in windig ferner Höhe
Lodert hell und heiß ein Aufbegehren
Feurig trauernd Abschiedsschmerz:

Ein Mal noch, so das brennende Verlangen
Sie zu sehen, zu begegnen ihr
Und in dieser letzten Stunde
Ihrem Blick aus himmeltiefen
Wenn auch nur wortlos zu bejahen

unGEBREMST
Das jähe Landen
Und auf hartem Boden, Wirklichkeit
Schwelt und nebelt noch in tausend glühend Stücken
Das Feuer, welches sich verzehrend
Ringt mit dieser Endlichkeit:

Ein Mal noch, so das brennende Verlangen
Sie zu sehen, zu begegnen ihr.
Nicht getraut. Nicht aufgeschaut.
Ihrem Blick aus himmeltiefen
Zu erreichen

Ist.nicht.mehr.


30.04.2017 11:25
HiddenNickname

Summer fades away
The sun-rays through the clouds
Only remind me of the heat of July
Fog, rainy days
Dark and cold
A painting on the wall
Showing desire and thrill
Only reminds me of the heat of two bodies
Body and soul are tired and weak
Strength grows and goes
Only remind me of the heat of my youth


30.04.2017 20:05
HiddenNickname

Auf der Rückfahrt stiegen drei Mädchen zu. Das Haar in Form gelegt, sorgsam darauf achtend, dass es auch so liegen bleibt, geschminkt und mit ihren dünnen Körpern in engen Jeans steckend.
Auf Wirkung bedacht ließen sie sich nieder und setzten ihr Gespräch fort. Mit dieser Ernsthaftigkeit, die sie für erwachsen hielten. Über Beziehungsunfähigkeit unterhielten sie sich. Darüber, dass man niemanden zu etwas zwingen kann. Schwer war es, ihrem Gespräch fernzubleiben. Sorgfältig achteten sie darauf, gehört zu werden. Wenn sie sich doch so erwachsen unterhalten.
Die Schminke, wie auch die perfekt liegende Haartracht verdeckten aber nicht die noch kindlichen Züge. Auch nicht ihre stetig kichernden Einlässe ins Gespräch, die schriller wurden, je intensiver das Gespräch wurde.
Ich fühle mich alt. Vielleicht, weil ich nicht mehr genau weiß, wie es war, fünfzehn Jahre zu sein.
Vielleicht noch ein Jahr, vielleicht auch zwei Jahre, und die kindlichen Züge sind denen gewichen, die dann folgen werden. Ich muss lächeln und ziehe trotzdem unauffällig ein paar Sitze weiter in der Hoffnung, nun ungestörter weiter lesen zu können. Das war dann nichts. Offenbar hielten sie es für flüstern, als sie neben mir saßen. Nun schrillen sie richtig und ich denke, neben ihnen war es dann doch etwas ruhiger. Noch immer lächelnd versenke ich das pad im Rucksack und meine, dass ich auch gut zu Hause lesen kann.


09.05.2017 13:03
HiddenNickname

Da ist er wieder.
Der Lavastrom.
Langsam taste ich mich aus der Glut, wühle hektisch in der Musik und sortiere das Chaos.
Gefunden.
Da ist es.
Und der Rest von dem, was blieb.
Besiegt, wenn auch vorerst.
Doch verbleiben der Schmerz und die Trauer.


editiert am 09.05.2017 13:06 Beitrag melden Zitatantwort
09.05.2017 16:20
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Im Garten meines Herzschlages seh' ich mich genau
dort, das Foto, hat so vieles von dem
was kommen mag.

Lass es uns mal einladen, hm ?

Vielleicht kommt es ja weil es im Herzen ist.

13.05.2017 19:57
HiddenNickname

Es ist gar nicht so schwer.
Auch wenn der Wind ein bisschen frischer wird, wenn frau die Nase weiter aus dem Fenster reckt.
Soll er doch.
Der Wind war immer schon mein Freund, also wird er mir auch diesmal den Schopf wohl lassen.
Nein, es ist gar nicht so schwer.


19.05.2017 20:14
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Geformt über Millionen von Jahren. Entstanden aus Basalt und Lava, fast dem Tode geweiht und doch wieder auferstanden- du schöne Insel.
Der Wind bläst orkanartig. Bekannt bist du ja für ihn, aber in diesem Maße? Fast eisig kommt er ums Eck, möchte zu Boden reißen und zieht böig zum nächsten Ziel. Fatal ist, dass die brennende Sonne in diesem Orkan nicht wahrgenommen wird. Natürlich lässt sie dich in den Farben einer wunderbaren Palette erscheinen. Selbst der schwarze Strom der erkalteten Lava erscheint beruhigend und doch spürt man sie nicht. Bis die Haut sich wehrt, brennt und geifert. Natürlich. Der Orkan nimmt wohl die Glut, aber nicht den Brennfaktor. Das Salz des Meeres ergießt sich und klammert, beißt und lächelt. Nun, in diesem Winkel der Erde ist nichts, wie es scheint.
Die Kakteen trotzen dem Wind und der Trockenheit. Erblühen in Farben, die niemand mischen kann, leuchten und prunken. Seltsame Gestalten in Form und Sicht.
Hier ist man ein Wicht.


22.05.2017 01:30
HiddenNickname

Die Insel.
Schön ist sie.
Braun ihre Erde, schwarz die Äcker.
Gleißend das Sonnenlicht, blau der Himmel, Azur das Meer.
Wind weht oder auch nicht.
Dem entsprechend die Glut der Hitze.
Erkenntnisse taten sich heute auf. Neben der Trauer auch Glück, Zufriedenheit, Wissen und die Umkehr des Gedankens. Weise, fast beruhigend Erleuchtung bringend, die Gespräche.
Danke dafür.
Erleichterung macht sich breit, greift um sich und erlöst.
Ist es nur die Insel oder auch der Mensch an sich? Beides zusammen? In wie weit greift das eine in das andere?
Sanft weht der Wind, überträgt das Gebell von vielen Hunden, das Gezwitscher der ansässigen Vögel und das Knattern der Inselmofas. Die Nachbarn telefonieren im Stakkato des italienischen Gebräus.
Ruhe, die keine ist und dennoch beruhigend wirkt.
Sich ausbreitet, beruhigt und umschließt.
Das ist es- das Leben.


22.05.2017 22:55
HiddenNickname

Das war weit weg und brachte Erstarrung zur Mattigkeit.
Erwartet hatte ich was anderes, aber ok, dann ist es so.
Bei Dir war ich erst zu schnell mit meiner Zuordnung, glaube ich.
Deine Reaktion hatte wahrscheinlich mehr mit Dir zu tun als mit mir.
Das tut mir leid für Dich, denn es hat Dich anscheinend in Bedrängnis gebracht und so abweisend sein lassen.
Anscheinend läuft es gerade nicht so gut bei Dir. Das ist mir erst hinterher klar geworden. Ich finde es doch völlig Wurst, was Du beruflich machst. Als ob Du Dich vor mir über Deinen Beruf definieren müsstest. Du doch schon mal gar nicht, ich weiß doch, was Du kannst. Dass Du so reagiert hast, meint wohl auch, dass es bei uns nicht mehr so gut läuft.
Je nun.
Es wird heilen.
Aber weh getan hat es.
Ziemlich dolle, wenn ich ehrlich bin.
Noch mal.

editiert am 29.05.2017 20:07 Beitrag melden Zitatantwort

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