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Gefühlte Gedanken 3

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07.10.2017 11:49
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editiert am 06.05.2018 09:24 Beitrag melden Zitatantwort
16.10.2017 12:11
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editiert am 06.05.2018 10:11 Beitrag melden Zitatantwort
17.10.2017 20:36
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editiert am 06.05.2018 09:27 Beitrag melden Zitatantwort
21.10.2017 21:23
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endlich wieder bewegen
endlich wieder atmen
endlich wieder Farben für den Winter sammeln
endlich vom Meeresgrund aufsteigen
danke

24.10.2017 08:57
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So manche Nacht fürchte ich mich vor dem Schlaf.
Kommen doch diese Träume aus dem schwarzen Nichts. Schleichen sich an. Wirken real. Reihen Bilder an Bilder. Du kannst laufen. Wir telefonieren. Erleichtert bin ich.
Bis zum Aufwachen. Eine Hand drückt mich nieder. Stark und kalt ruht sie auf mir. Erschwert das Atmen. Fesselt. Und ist so furchtbar kalt.
Tränen laufen ihre Bahn. Nicht mal mehr ein Schluchzen. Nur diese Tränen im Endlosfluss.
Warum lässt es nicht nach? Wühlt sich immer wieder nach oben? Verstehen würde ich es gern. Und nicht mehr fürchten.

https://youtu.be/2OIrpU_NmKo

25.10.2017 21:54
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editiert am 06.05.2018 09:31 Beitrag melden Zitatantwort
29.10.2017 09:48
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editiert am 06.05.2018 10:11 Beitrag melden Zitatantwort
29.10.2017 20:02
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Kommt, meine Welt und mein Leben...
zeigt Euch mir noch und doch mal von Eurer
warmen
sorglosen
runden
hellen
schützenden
heilen
vertrauenswürdigen
sinnmachenden
sonnigen
liebevollen
lachenden
Frieden findenden
glücklichen
leichten
einfachen
....
Seite.

Aber wahrscheinlich liegt es an meinen kranken Augen, meinem müden Geist und seinen verwirrten Synapsen, meinem immer noch verletzten Ego, daß ich euch nicht sehen, spüren, denken und finden kann.



01.11.2017 17:32
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Eine ältere Frau wohnt hier. Interessante, imposante Erscheinung. Auffallend durch das Hören Klassischer Musik in voller Lautstärke. Um die Anlage beneide ich sie. Diese Weltraumbeschallung fühlt man eher, als man sie hört.
Ihre Kleidung kenne ich aus den künstlerischen Kreisen meines Menschen. Wallend, fließend, wunderschön anzusehen, ein wenig extravagant, klassisch. Und schön.
Ein junger Mann begleitet sie seit einem Jahr. So ungefähr.
Böse Zungen sind es, die da wispern- ein Deutscher Mann macht es wohl nicht?
Böse Zungen sind es, die da wispern- in ihrem Alter gab es keinen Mann?
Böse Zungen sind es, die da wispern- Je oller, je doller.

Dieser junge Mann ist Syrier. Er wohnt bei ihr, hilft ihr im Haushalt und beim Einkaufen. Sie fährt ihn zu den Ämtern und dem Therapeuten, lernt mit ihm die Landessprache und hilft ihm in der Trauerbewältigung.
Böse Zungen sind es, die undifferenziert, unsympathisch, unqualifiziert, un.. und immer un-.. sind. Manches Mal auch ungebildet. Dafür aber laut. Starrköpfig bis zum Ende. Trotzig, rotzig bis schnoddrig.

Ich mag es, die beiden zu treffen. Sei es beim Einkaufen, auf der Straße oder beim gelegentlichen Kochen. Es gibt immer etwas zu erzählen.
Immer.
Ihre Wärme zu spüren ist stärkend. Und lässt mich über diese un- dinger schmunzeln.
Immer.


02.11.2017 03:02
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Da will sich einfach kein Bild einstellen. Gar ein gänzlich gedankenloses nur Fühlen.
Alles zerschellt an dieser Schweigemauer. Ich habe sie hingestellt. Und alles zerschellt eher an ihr als daß sie zerschellte. Sie ist das Relikt,auf dem steht: "zu spät".
Jeder Gedanke,jedes weitere Wort- man könnte sie verbrennen wie Inflationsgeld.
Denn am Ende bleibt nur Asche,hüben wie drüben.



02.11.2017 09:56
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editiert am 06.05.2018 10:12 Beitrag melden Zitatantwort
07.11.2017 23:37
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editiert am 06.05.2018 09:32 Beitrag melden Zitatantwort
10.11.2017 13:07
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Ocker

Es liegt fast rötlich braun vor mir das Siebengebirge
aus dem gleißenden Gelb saugen die Stämme
das letzte Grün aus den Blättern
Als Schutz vor Kälte und Sonnenlicht.

So wertvoll das grün wird es eingelagert und
sorgsam behütet- fast entgiftet.

Ein starker Prozess.
Farblich wie mein Ockertöpfchen im
Wasserfarbenkasten von Pelikan. Er blieb immer
unbepinselt.

Heute bringt die Farbe den Übergang auf fellbezogene
und warmgeheizte Höhlen. Der Mensch wird zum Tier
ringelt sich ein und baut vor für kalte Jahreszeiten.

Übergangstöpfchen zur Tube Weiß im Kasten.

Mal sehen ob diesen Winter jemand den Verschluss dann öffnet.



10.11.2017 13:27
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Es gab dieses Bild von Dir. Da an der Wand in Eurem Wohnzimmer. Er liebte es.
Und ich mochte es auch. Ich konnte mich nicht entscheiden, war es gemalt oder war es ein Photo? Oder beides?
So oft habe ich daran gedacht, dem Bild nachzugehen, es aufzuspüren, darum zu bitten oder doch wenigstens die Möglichkeit zu suchen, es abzufotografieren.
Ich denke, es wird wohl zu spät sein, ich denke, es wird wohl niemanden mehr geben, den ich fragen kann, wo das Bild von Dir geblieben ist.
So wird es dort hängenbleiben, wo es hängt, seit Ihr ausgezogen seid.
In meinem Herzen.
Du warst so wichtig für mich.
Und welch ein Luxus, eine dritte Großmutter, eine mit schrägem Humor und Ausgelassenheit. Ich liebte Dich, Du liebtest mich.
Du hast mir die Welt erklärt, indem Du mit mir eins warst in den nichtzuverstehenden Dingen. In den nichtzuverstehenden menschlichen Dingen.
Und voller Hingabe und mit wirklicher Freude hast Du Dir von mir Fünfjährigen die Welt erklären lassen.
Das war einfach großartig.
Du warst einfach großartig!

16.11.2017 17:49
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editiert am 06.05.2018 09:33 Beitrag melden Zitatantwort
27.11.2017 09:25
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Siegessicher sind die Kohlmeisen im Anflug. Heftig werden die Nüsse und das Fettfutter gepickt, die Schnäbel am Gitter gereinigt und sich gegenseitig verjagt.
Da. Unruhe im Schwarm, stürmisches Davonstoben. Ein Eichelhäher landet. Imposant steht er, wirft den Kopf nach links, rechts und wieder zurück. Während die Kohlmeisen im nahen Baum tschilpend warten.
Er wirft sich vieles in den Schlund, schaut sich herrisch immer wieder um, pickt weiter. Ist der Hals so voll, lässt er sich fallen und geht in den Steigflug. Behäbig wirkt sein fliegen. Fast schon schwerfällig.
Im Nu sind die Kohlmeisen zurück. Hektisch werden die Schnäbel in die Vorräte gehauen. Spielerisch flattern sie, tanzen auf der Brüstung und fliegen mit gefüllten Bäuchen auf den nahen Baum zurück. Das Gefieder wird gerichtet, die Schnäbelchen an der Rinde geputzt und weitergeflogen.
Ruhe zieht auf den Balkon zurück. Für wenige Stunden.
Dann beginnt das Spiel von vorn…


27.11.2017 17:44
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Ich stehe am Bahnhof, bin aufgeregt wie ein Schulmädchen,
Herzklopfen ganz oben im Hals.
Und ich bin viel zu früh.
Der junge Mann am anderen Gleis möchte nach Holzminden.
Das ist leicht, Fahrplan lesen kann ich,
die Sicherheit einer richtigen Auskunft schenkt der inneren Aufruhr eine kurze Pause.
Dann wieder warten,
auf und ab,
bis auf den besagten jungen Schwarzafrikaner, bin ich allein auf Gleis fünf.
Die scheppernde Durchsage aus dem Lautsprecher,
Zugeinfahrt,
gleich.
Und während die Scheinwerfer der Nordwestbahn schon zu sehen sind,
hüpft ein Rabenvogel auf die Schienen,
findet etwas Schmackhaftes zwischen den Gleisen.
Ganz kurz nur, er muss schnell sein, weil der Zug kommt,
fliegt im letzten Moment auf und landet auf der Dachrinne der Ausbesserungshalle, balanciert, um nicht zu fallen,
wohl ungehalten, weil, die Leckerei hat er nicht erwischt.
Ich schaue zu ihm auf und das Bild ist das Letzte was ich sehe, bevor du aus dem Wagen steigst.
Der Rabenvogel hat sie mitgenommen, die Sorgen, ob alles wohl gut wird.
Denn jetzt bist du ja da.
Ich schaue nochmal auf das Dach zu ihm rauf,
und dann dreht die Welt sich nur noch um dich.



28.11.2017 08:23
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Altrosa prall stehen sie nach all der Zeit noch und strecken sich stolz nach oben, ganz so als ob sie sagten guck, wir sind auch jetzt noch schön. Nichts Vergängliches zu sehen außer ein paar kleine braune Stippen, die erahnen lassen, dass die Köpfchen bald keine Kraft mehr haben sich zu halten. Aber bis dahin geben sie alles. Schön anzusehen. Alte Rosen in altrosa.

15.12.2017 12:54
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Diese andere Wohnung.
In der ich seit Tagen sitze.
Sie ist wie Heimat. So bekannt.
Und sie vereint Dinge von Menschen, die nicht mehr sind.
Von wegen, alles sei vergänglich. Es sind viele Komponenten, die bleiben. Gedanken. Gefühle. Und Objekte.
Ich betrachte den Sessel, der dem Familienvater gehörte.
Den Schreibtisch meines Großvaters.
Die alte Küchenwaage meiner Mutter.
Diese Erinnerungen. Schwer zu ertragen. Doch geben sie auch Halt. Nichts vergeht und entschwindet. Irgendwas bleibt immer. Vieles bleibt.
Ich betrachte die Klammern am Hals und mir schnürt es die Kehle zu. Solch langer Schnitt. So viele Klammern. Und doch wirkt es beruhigend- akkurat und sauber, fast schon wie nach Schablone gesetzt. Es wird heilen. Es wird wieder. Alles wird gut.
Und nichts wird besser.
Es wird nicht schlechter.
Das muss reichen….


25.12.2017 11:41
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Für P.

Du, so besonders, so einzigartig.
Wie reich du mich machst.
Eine neue Tür,
ein neues Zimmer -
und doch so vertraut, wie es nur 108 Jahre fühlen lassen können.

Du, so sehr geliebt.
Du, das Morgen im Jetzt.




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