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Gefühlte Gedanken 3

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27.11.2018 22:49
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Verbunden mit der Erde und mit dem Himmel

Immer weiter, hoch hinauf schraube ich mich.
Ich genieße den Wind in meinem Gesicht. Spüre, wie er sanft meine Wangen streichelt. Endlich erreiche ich den höchst möglichen Punkt. Immer wieder lasse ich mich hier hinauf treiben.
Vor – und zurück.
Vor – und zurück.
Ich spüre, wie all meine Muskeln mitgehen,spüre dieses wunderbare Gefühl in meinem Bauch.
Genau in dem Moment, wo ich fast schwerelos in der Luft schwebe, bevor es wieder nach unten geht. Noch einmal schraube ich mich hoch hinauf, nach vorne
Ich lasse los und fliiiiieeeeege!
Ich genieße dieses Gefühl der vollkommenen Los-Gelassenheit. Bis ich wieder lande und sanft auf dem Boden aufkomme. Ich richte mich wieder auf…voller Glück und Zufriedenheit gehe ich weiter.


30.11.2018 10:33
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Ich sehe ihm zu aus der Distanz. Er redet viel. Ich schweige. Sein Blick ist schwammig, sein Gesicht. Er ist dicker geworden. Automatisiert schiebt er Essen in sich hinein. Er spricht vom Methadonprogramm und Potenzstörungen. Ich bin fern, ich will es bleiben. Ich nicke, ich lächle, ich bin über uns beiden und sehe uns zu. Er nimmt seine Mütze ab, er schwitzt. Er schwitzt immer. Ein seltsamer Krake in mir streckt einen Tentakel aus, nach dem Jungen auf der Schaukel, oben draufgeklettert, rotwangig, nach dem Jungen in der Mitte seines Zimmers, umgeben von Legosteinen. Und zieht ihn verbrannt zurück. Das ist der Erdkern, glühend. Niemand kann sich da aufhalten. Wir gehen vor die Tür eine Zigarette rauchen. Er saugt daran, schnell und oft. Er flackert, wie ein alter, schlecht belichteter Film. Ich bin schwer und ruhig wie ein Stein. Wir kennen unsere Namen, wir kennen unsere Umrisse. Wir erkennen uns in der Menge. Und trotzdem sind wir uns fremd. Er nimmt mich in den Arm, als wir uns verabschieden. Eine kühle Geste, es ist nichts in ihr. Im dunklen Auto möchte ich etwas lindern. Bei irgendjemandem. Meinen verbrannten Tentakel auf die Wunde eines anderen legen. Aber ich verwehre mir... alles.

Erst Tage später weiß ich, was ich hätte sagen wollen, aber nicht getan habe. Mit Liebe hat das nichts zu tun. Sie bleibt unberührt. Eine nicht zu begleichende Schuld.

editiert am 30.11.2018 14:39 Beitrag melden Zitatantwort
03.12.2018 17:44
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ja, ich mag es und freue mich merklich, wenn beim einkaufen eines der lebensmittel für sein haltbar sein mein geburtsdatum trägt und ich es zum gebrauchen einpacken darf, nicht nur weil ich diese zahlenkombination als mit mir verbunden, sondern auch´hübsch´&kraftvoll empfinde, sondern weil ich jedes mal dabei (nicht nur dabei ; ) an die wundervollen menschen denke, die sich in jener nacht auf meine ankunft freuten, herbeisehnten, und besonders an die zwei menschen die mich aus liebe entstehen ließen, anhaltend bis heute und darüber hinaus und mir genau diese liebe bis hier hin mitgeben konnten..
..lediglich als vorgabe ein rahmen mit reichlich freiraum&spielraum, darin jede ecke ausgefüllt mit liebe, meinen persönlichen abenteuern, sowie den ein oder anderen konsequenzen zum weiteren werden, so daz ich mit genug urvertrauen im laufe des erwachsen werdens und immer dem innerlichen kind wahrens über diesen rahmen hinaus mein freisein, mit & ohne grenzerfahrungen ausleben konnte und es weiterhin tun werde..
danke für dieses in liebe geschnürte paket als grundausstattung und dem unsichtbaren band daz hält ohne festzuhalten, geschnürt ohne einzuschneiden.
sicherlich sollte man seinen geburtstag feiern; sich feiern lassen, vor allem sich selber feiern, doch am meisten und liebsten feier ich an diesem tag die menschen, die v.a. an diesem tag die größten strapazen mitmachen/durchmachen mussten, um eines dieser geschenke zu empfangen, daz es nur einmal und unvergleichbar in ihren augen gibt.

~V~

05.12.2018 10:41
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Von der Baustelle kommt Musik. Das Radio ist auf volle Lautstärke. Roy Orbinson singt „Only the lonely“. Eine Elster sitzt auf dem Baum vor der Kirche. Die Sonne ist noch hinter dem Haus. Es ist kalt. Eigentlich zu kalt für Tee vor der Tür. Aber was soll’s. Mir fehlt etwas. Ich weiß nicht genau was es ist, nicht, wo es fehlt. Du bist es nicht. Jeder Gedanke an dich ist nah. Ich denke daran, wie du gern die Freundin des Rotkelchens gewesen wärst. Und es dich grämte, dass es nicht mehr so oft kam, nachdem die Erde mit Gründüngung bewachsen war in unserem Garten. Unser Garten... Wir sind der Garten. Die Lichterkette am Abend, ihr drei Circen am Tisch beim Spiel. Ich selbst etwas fern. Ein Bein im Dunkeln, ein Bein bei euch. Fragen, die sich nicht stellen und Fragen, denen nicht auszuweichen ist.
Ich glaube, es ist der Sommer, ich selbst im Sommer. Der Körper lichtgetränkt. Das fehlt mir.

05.12.2018 11:04
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Da stehen sie, an die sieben Mann, im Hof mit ihren höllenartigen Luftkanonen in der Hand und kämpfen gegen die Laubgeister. Ghostbusters waren stets leiser unterwegs. Und ich überlege, ob das früher auch schon so war.

Früher ... Der kleine Hausmeister, ein unscheinbarer, älterer Herr, hatte einen Laubbesen. Mit diesem fegte er zu dieser Jahreszeit stets leise und unbemerkt das Laub von den Wegen auf die Wiese, wo er es im Frühjahr dann einsammelte. Ich erinnere mich nur noch an das Laubbesengeräusch auf dem Asphalt, er selbst machte keine Geräusche und fiel kaum auf.

Das, was da unten im Hof ist, fällt auf! Sogar noch nach einem Kilometer. Und ich frage mich, was das ist zur heutigen Zeit? Aufmerksamkeitsdefizit? Quantität?
Wie fühlen sich diese Männer wohl, wenn sie abends nach Hause kommen, den ganzen Tag Lärm, Dreck und Vibration um sich?

Ich mochte den alten Hausmeister und das Geräusch, das er beim Fegen machte. Und ich mochte auch, dass er stets mit einem gebügelten Blaumann seine Arbeit verrichtete. Ganz ohne Lärm und Aufmerksamkeit zu erregen.
Was der heute wohl macht?

editiert am 05.12.2018 11:05 Beitrag melden Zitatantwort
05.12.2018 18:16
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Es ist ein Wahn zu glauben, daß
Unglück den Menschen besser macht.
Es hat dies ganz den Sinn, als ob
Der Rost ein scharfes Messer macht,
Der Schmutz die Reinlichkeit befördert,
Der Schlamm ein klares Gewässer macht.
Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892)

17.12.2018 09:33
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Wintermorgen. Das Straßenlicht scheint herein. Ich bin müde und der Mund ist trocken. Der Wasserkocher kocht tösend Wasser. Und der Geruch frisch gemahlenen Kaffees. Aus der Küche blicke ich direkt auf das Nachbarfenster. So nah, dass ich es berühren könnte, öffnen könnte. Wenn ich das täte, was sähe ich wohl? Eine Frau im Morgenmantel mit Zeitung am Tisch? Ein Mann in Unterhose am Herd, der Eier kocht? Ein Kleinkind, bewindelt und verschlafen, mit Nuckelflasche? Dahinter könnte Einsamkeit liegen, eine lange Schlucht und in der Mitte ein Haus, selten von der Sonne erreicht. Oder eine Wiese mit Wildblumen und -kräutern, Licht überall und die Geräusche der Insekten. Glück. Oder das Meer, ruhig oder aufbäumend, ...da hinter dem verschlossenen Fenster. Eine Flut und wirbelnde Personen mit Zeitung, Eierkocher und Nuckelflasche, die vielleicht, vielleicht, vielleicht erschöpft am Uferband einer fernen Insel stranden. Oder ertrinken.
Schrödingers Nachbarn.
Ja... möglich wäre es...
Mein Kaffee ist fertig.

25.01.2019 11:12
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so klein und doch voller größtem vertrauen, auch mit dem wissen, daz es nur diese eine reise gibt, die angekommen ihr ende findet, um in neuer form weiter zu gestalten...
ein flug in formation, mal auf und ab, nass und schwer, oder leicht und schwebend, mal schnell und langsam - mal in zeitlupe und wirbelnd und stets im jetzt.
funkeln in den augen bei jener deiner ankuft, dein glitzern bis in mich hinein mit leuchten im herzen aufgefangen, mit freude auf dich gewartet, wissend DU wirst kommen.. jetzt bist du da in deinem weißen sternenkleid - schneeflockenliebe💮💎💖 und die liebe im ganzen💖💎💮
mit dem wissen ~alles kommt und geht, kommt und geht.. ~ nur die liebe, die nimmst du mit - bis zum schluss und darüber hinaus >>>


27.01.2019 12:47
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Lieblingsdinge. Manchmal geht es nur mit ihnen. Das Aufschreiben nur mit einem dieser weichen Bleistifte mit dem Logo vergangener Freiberuflichkeiten, der Tee nur in dieser einen Tasse von Dir, die mit den Sonnenblumen drauf, die gefühlten Gedanken nur mit dem Kugelschreiber von der Bank für Kirche und Caritas, ebenfalls von Dir, der Espresso nur in den zwei kleinen Tassen vom Flohmarkt, die eine so einfache Form und ein so verhasstes Logo haben, ebenso wie die formschöne Kaffeetasse mit der rassistischen Werbung. Die nehme ich gerne auch für Besuch und warte gespannt auf Kommentare. In der Zeit der Fremdbestimmung die Tasse, die ich mir einst für die ähnlich empfundene Abiturzeit gekauft habe. Handgetöpfert mit einer kleinen Schnecke auf dem Henkel. Irgendwann habe ich die einfach mitgenommen, aus dem Privaten ins Öffentliche. Und eigentlich, weil ich mal aussortieren wollte. Meine Tassensammlung, die irgendwie organisch gewachsen ist. In einem Holzschrank, dessen ursprünglich organisches Wachsen einst unvermittelt beendet wurde. Seitdem stemmt sich die Schnecke bei jedem Schluck gegen die Zeit, die größtenteils sinnfrei in aller Eile verbracht wird, um etwas ins Lot zu bringen, das systembegünstigt aus selbigem hinausgebracht wurde.
Dinge, die mir ans Herz gewachsen sind, deren eine Eigenschaft all die anderen überwiegt und die alle eins gemeinsam haben. Durch mindestens eine Eigenschaft, die ich weniger oder gar nicht schätze, bringen sie mich wenigstens kurz ins Holpern und Nachdenken.
So wie der Kugelschreiber, den ich suchte. Er trägt ein temporäres Logo des Jobcenters. Was völlig Surreales. "Wir wissen weiter."
Er schreibt wirklich gut, ist aus Metall und seine Mine lässt sich austauschen, deshalb darf er bleiben. Und weil er mich immer wieder an Loriot erinnert.

editiert am 27.01.2019 13:03 Beitrag melden Zitatantwort
18.02.2019 17:48
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Auch wenn Beschädigungen bleiben, ist ein gutes Leben möglich.
Auch wenn Grenzen enger werden, ist Freiheit möglich.
Es war nicht abzusehen, dass sich der zuerst beängstigende Weg so positiv entwickelt.
Dafür bin ich sehr dankbar.


22.02.2019 21:44
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Dummes Kind

Fingerabdrücke an der Wand
Seh kein Land
Alles blank,
Magen wuselt
Wind gespürt am Rücken vorbei
Geruch verbrannt,
Lider schwer
Mag nich mehr

Zahlen nix Wert
So auch die Nummern die du schiebtest
Weißt ja nicht mal wen du liebtest
Mir egal
Der Geschmack is schal
nicht zum Streiten
Wäre schön wenn das ginge!
Andres würd sich dann nicht verbreiten
Wie die Trauer, Wut, Verrecken
So tief doch noch in mir stecken

Verrat, Verrat, Vertrauensverlust!
Und du wagst noch zu verlangen
Soll dir trauen und nicht bangen?
Ganz tief in dir...ganz ehrlich, eher doch!

Is doch Latte
hier führ einzig ich Debatte
Grade die, die es nicht müsste!
Oh wenn ich doch endlich wüsste
wie den Stolz,
falsch oder richtig
Nehmen, erwähnen zu zeigen, nicht weinen
nichts mehr vermeiden
nicht mehr leiden
Für einen verlorenen Krieg
So zerschunden

Fast verheilen die Wunden
Zeigen sich dir aber doch dummes Kind!

Es ist doch logisch wer hier spinnt
Spinnen im Kopf in Magen und Rücken
Flaschen halb leer, die Maden zerdrückend
Ah ihr Gedanken ihr lügt und pflügt
die Seele, das Herz toll und vergnügt

Das dumme Kind, keine Verantwortung
nur die Moral!
Leider ist´s nicht das Ding
Meistens auch falsch!
aber wenns doch so gut klingt...
Dann ist es doch richtig!
Wer wie geht, wo steht, wie aussieht
etwas für dich tut,
das ist nur nicht sinnig
Nicht für die Liebe aber für die Moral
Stimmts?

Lass mir die Ruh Kind
in großem, kleinen Körper
Sprichst doch nur nach
was in dir gezogen.

Quälst wie Erwachsen
Räumst dann nur nicht auf
Eigene schuld nicht ertragend
Wartest noch drauf
wer am meisten wagend
die Stirn bietet
besser antwortet
ja der bekommt die Medaille!
Nicht was du fühlst
du kleine Kanaille!
Und ja...die lässt du raus
in saus und braus!

Das kleine Mädchen, Du!
sieht nur der Uhu
tief in der Nacht
wenn keiner mehr wacht
Ich werd wieder sacht
beim Gedanken daran....

24.02.2019 22:22
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heute scheint ihr so nah ihr Sterne, dass ich nach eurem Licht greifen möchte, das schon lang vergangen ist

28.02.2019 14:16
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ein junger Falke sitzt auf dem Gartenzaun
eine blaue Holzbiene auf Nestsuche
ein gelber Schmetterling im Vorbeiflug
ein grunzender Hund liegt auf der Terrasse
ein spannendes Buch und Sonne satt
Frühlingstag im Februar

03.03.2019 15:27
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Schön, dass ihr gutes Wetter habt für euren Umzug ihr großen und kleinen Narren.
Der Wind trägt euren Narrenmarsch leise zu mir, wärend ich durch die Felder gehe und in die Weite blicke.

editiert am 03.03.2019 15:28 Beitrag melden Zitatantwort
11.03.2019 11:41
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Die Spatzen sitzen im Efeu und erzählen sich vom Frühling

13.03.2019 18:32
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Der Zweispalt bevor das Wissen im Gefühlsnirvana Erlösung findet.
Unverständnis und Schmerzen, ...überall, immer wieder und ich verstehe es einfach nicht. Höre ich von Menschen, die nur eins zwei Sachen kennen an Schmerzen, die ich kenne und sie geben sich auf und die Welt ist schlecht für sie. Und ich denke mir, warum gibst du da schon auf? Was hätte passieren oder dir genommen werden müssen, damit du kräftig wirst, verstehst und änderst, was dir weh getan hat?
Warum hören so Viele schon so früh auf und passen sich an, wo noch kaum etwas angestoßen ist? Ich verstehe das nicht! Ich verstehe nicht, warum ihr mit eurer Kraft und Macht nicht Großartiges schafft, darin liegt doch genau das, was euch fehlt, was ihr nicht wollt, nicht...ich weiß es nicht!
Wozu braucht ihr diese Kälte?
Und warum sehe ich mich dadurch immer wieder angespront es besser zu machen? Warum kann ich nicht so sein? Oder warum kann ich mich nicht wenigstens davon abgrenzen? Wann höre ich endlich auf in euch Menschen die Liebe zu suchen, die ich brauche, um vollkommen ich zu sein. Und wann verstehe ich nicht nur sondern fühle endlich, daß ihr mit all dem überhaupt nichts zu tun habt? Wann höre ich endlich auf, mich in anderen zu suchen, wenn ich mich doch ausschließlich in mir finden kann?
Wann lässt euch mein Verstand endlich in Ruhe und hört auf, mir so wenig Raum zu lassen? Nicht ihr, ICH tue mir damit selber weh.


21.03.2019 14:15
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Die Sonne geht über den Dächern auf
und die Vögel sammeln fleißig Zweige für ihre Nester.
Der Wnd trägt leise die Musik durch die Straßen
und die Sonne zaubert den Menschen ein Lächeln auf die Lippen.
Frühlingstag

24.03.2019 09:30
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Der Kaffee schmeckt besonders gut bei den ersten Sonnenstrahlen des Tages.
Die Hunde schlummern noch in ihren Körbchen,
wärend die kleine Spitzmaus Nahrung in ihr nie zu Ende gebautes Schloss trägt.
Sonntagmorgen


24.03.2019 10:03
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...

editiert am 25.03.2019 17:33 Beitrag melden Zitatantwort
24.03.2019 11:19
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...

editiert am 25.03.2019 17:33 Beitrag melden Zitatantwort

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