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Organspendeausweis

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17.05.2019 09:18
HiddenNickname

Ich hatte in jungen Jahren einen schweren Motorradunfall .
Sieben Wochen im Krankenhaus
Sieben Wochen strickte Bettruhe
Danach Reha
Da geht einem viel durch den Kopf.

Ergebnis : Organspendeausweis

17.05.2019 09:24
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.05.2019 um 22:15:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.05.2019 um 22:09:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.05.2019 um 15:30:

Last but not least finde ich es extrem wichtig, dass die Entscheidung - welche auch immer - eine persönliche bleibt und zu akzeptieren ist.


und dss ist der spannende punkt:

ist nicht auch eine "nichtentscheidung" eine entsacheidung in diesem sinne?

darf der staat per gesetz eine eine solche "nichtentscheiedung" aim ergebnis als "ja" werten?


Wenn es nach mir geht, definitiv nicht....Wie irrwitzig wäre es, das mit allen Entscheidungen so zu handhaben. Wer nicht explizit "Nein" zu etwas sagt, stimmt zu...wie absurd das wäre.


ach nee ... bei politischen Themen wurde von dir und anamaria geäussert, wer sich nicht dagegen äussert ist dafür.



17.05.2019 12:59
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 17.05.2019 um 07:15:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.05.2019 um 22:43:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.05.2019 um 22:09:

(quote max. 3 Ebenen)
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.05.2019 um 15:30:

Last but not least finde ich es extrem wichtig, dass die Entscheidung - welche auch immer - eine persönliche bleibt und zu akzeptieren ist. (/quote max. 3 Ebenen)

und dss ist der spannende punkt:

ist nicht auch eine "nichtentscheidung" eine entsacheidung in diesem sinne?

darf der staat per gesetz eine eine solche "nichtentscheiedung" aim ergebnis als "ja" werten?


Ja, nun, wie sonst gewisse Herausforderungen meistern, die dümmstenfalls zu Lasten von Angehörigen fallen können? Es wurde im thread schon angesprochen - die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Ich habe mich bei Bekannten und Freunden schon fusselig geredet, dass ihre Eltern etc. eine machen sollten. Denn, wenn es ganz dumm läuft, haben selbst Kinder kein Mitspracherecht, wenn man nicht eins der Papiere in Händen hält. Davon abgesehen, dass man für Angehörge etc. Entscheidungen treffen muss, die man lieber nicht machen will. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft ist das eine Herausforderung, die irgendwie gelöst werden sollte.

Mir persönlich ist der Gegenentwurf zur Widerspruchslösung sympathischer - ein Online-Register und man wird zumindest alle 10 Jahre daran erinnert - ach, da war ja was.


Das ist ganz einfach: Mein Körper ist meine Angelegenheit und wenn ich mich nicht äußere ist es als selbstverständlich zu betrachten, dass dieser, mein Körper nicht ausgeschlachtet wird! Wenn ich nicht zu Hause bin, muss ich auch nicht explizit Nein sagen, damit niemand in mein Haus einbricht. Es ist selbstverständlich, dass ich das nicht wünsche.

edit: und Angehörige haben schlicht Nein zu sagen, wenn sie nicht die Meinung der betroffenen Menschen kennen.


Die Patientenverfügung ist dafür da, dass man in dieser formuliert, welche mediz. Massnahmen gewollt sind und welche nicht, wenn man selbst nicht in der Lage ist sich zu äussern oder nicht mehr geschäftsfähig ist. Hat man diese nicht, dann werden z.B. alle gesetzlich geforderten Maßnahmen ergriffen, um das Leben zu verlängern. Es ist etwas zu umfangreich, um alle Punkte einer Patientenverfügung hier zu erklären. Man kann sich sehr gut über das Internet informieren.

Ist man selbst nicht in der Lage zu entscheiden und/oder sich zu äußern und hat keine Patientenverfügung, dann entscheiden andere Menschen, was gemacht werden soll. Hat man keine Vorsorgevollmacht und/oder Betreuungsverfügung für jemanden Vertrautes verfasst, dann kann es passieren, dass ein gesetzlicher Betreuer eingesetzt wird. Selbst Kinder und Ehepartner brauchen die Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung, ansonsten kann es einfach passieren, dass ein wildfremder Mensch, der gesetzlich einberufener Betreuer, über alles entscheidet. Um das nachträglich aufzuheben, ist wohlmöglich ein Weg über Gerichte notwendig. Das braucht kein Mensch und es gibt keine Garantie, dass zugunsten der Angehörigen entschieden wird.

Das wissen so wenige Menschen oder kümmern sich nicht darum. Und dann passiert etwas und es kann dramatische Folgen haben. Und das hat nicht nur etwas mit der Organspende zu tun, sondern z.B. auch damit, was mit einem passieren soll, wenn man ein Pflegefall wird.

Hat man keine Patientenverfügung und/oder einen Organspendeausweis mit einem "Ja", wird derzeit davon ausgegangen, dass keine Organspende gewollt ist. Spricht man aber nicht mit z.B. eigenen Kindern darüber, werden sie wohlmöglich mit der Frage und einer Entscheidung konfrontiert und es ist einfach leichter für Angehörige mit zusätzlichen Streßsituationen umzugehen, wenn man sicher weiß, was gewollt ist und was nicht.



editiert am 17.05.2019 13:19 Beitrag melden Zitatantwort

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