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Organspendeausweis

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11.05.2019 18:24
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Dinge miteinander zu vergleichen ist nicht immer verkehrt.

Wenn auf der einen Seite nämlich so getan wird, als wäre es absolute Menschenpflicht Leben zu retten, dann ist es absolut legitim zu fragen warum das nicht für schwarze Menschen in Seenot gilt.

Nicht jeder Vergleich kann mit dem Wort "whataboutism" abgewertet werden!

Versuchen kann man es natürlich trotzdem...

11.05.2019 18:54
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arose, ich lasse dir deine Sichtweise, es würde mich nur nicht wundern, wenn genau diese bei anderer Thematik angeführt wird.

Und da schon hier die Typisierung als Möglichkeit des Helfens angeführt wurde, mag ich noch ein wichtiges Thema anführen: Die Blutspende.

Wer gesund ist und nicht bei Anblick einer Nadel in Ohnmacht fällt, möge sich vielleicht durch den Kopf gehen lassen, zur Blutspende zu gehen, wenn man das nicht ohnehin schon getan hat. Es gibt entweder spezielle Aktionen oder man kann einfach zur Blutspendezentrale des anliegenden Krankenhauses gehen. Nebenbei wird auch das Blut auf wichtige Werte gecheckt. Eine Cola und ein Keks sind auch drin. Es fehlt einfach an Blutspenden

Edith hat "seltene Blutgruppen" entfernt und ruft auf - geht Blut spenden

editiert am 11.05.2019 21:32 Beitrag melden Zitatantwort
11.05.2019 19:24
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 18:54:

arose, ich lasse dir deine Sichtweise, es würde mich nur nicht wundern, wenn genau diese bei anderer Thematik angeführt wird.

Und da schon hier die Typisierung als Möglichkeit des Helfens angeführt wurde, mag ich noch ein wichtiges Thema anführen: Die Blutspende.

Wer gesund ist und nicht bei Anblick einer Nadel in Ohnmacht fällt, möge sich vielleicht durch den Kopf gehen lassen, zur Blutspende zu gehen, wenn man das nicht ohnehin schon getan hat. Es gibt entweder spezielle Aktionen oder man kann einfach zur Blutspendezentrale des anliegenden Krankenhauses gehen. Nebenbei wird auch das Blut auf wichtige Werte gecheckt. Eine Cola und ein Keks sind auch drin. Es fehlt einfach an Blutspenden, gerade von seltenen Blutgruppen.


Blutspenden - ja, natürlich!
Bei uns gibt es nicht nur "Cola und Keks", sondern ein ordentliches Vesper mit Brot und Butter, Wurst, Käse - auch Kuchen und Kaffee und Milch und Tee... - und es ist sehr gemütlich dort

11.05.2019 19:58
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Naja.
Ich finde es auch immer wieder bizarr, wie viel auf die Beine gestellt wird, um ein Menschenleben zu retten und wie wenig andererseits dafür getan wird, um ein anderes Menschenleben zu retten. Seien es Kinder, die gejagt und ermordet werden, weil sie aus Not rumlungern und sich durchs Leben schlagen oder eben Flüchtlinge, die im Meer ertrinken, beim Versuch sich ein mögliches Leben zu schaffen.
So richtig logisch oder moralisch leuchtet mir das auch nicht ein.
Wahrlich nicht.

Wenn es aber nun ums Helfen geht, denke ich, dass jede/r seinenoderihren Weg finden muss. Und eben immer wieder neu gedacht werden muss.
Und mir liegt der Organspendeausweis schon seit Jahren auf der Seele, weshalb ich hier mal wissen wolte, wie andere damit umgehen.
Auch wegen der derzeitigen Debatte.
Zumal ich das, was mir die Freundin von ihrer Mutter erzählte sehr auf der Seele lag und liegt.

Ich merke jedenfalls, ich traue den Menschen und Institutionen nicht so wirklich.
Und ich wüsste das zumindest gerne so geregelt wie in der Schweiz.
Grundsätzlich Narkose.
Auch wenn das unlogisch erscheint, wie hier eine schrieb, da man ja verstorbene Menschen nicht mehr narkotisieren muss.
Mit der Unlogik könnte ich irgendwie besser leben.


editiert am 11.05.2019 19:59 Beitrag melden Zitatantwort
11.05.2019 20:53
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 18:54:



Es fehlt einfach an Blutspenden, gerade von seltenen Blutgruppen.


Das ist schlicht Unsinn, also die Behauptung, dass Spenden von seltenen Blutgruppen fehlen.

Die seltenste Blutgruppe ist mit einem Anteil von 4-7 % in Deutschland AB. Diese Blutgruppe ist aber eine sehr gute Empfänger-Blutgruppe, weil alle anderen Blutgruppen unter Berücksichtigung des Rhesus-Faktors genutzt werden können.

Die häufigste Blutgruppe mit einem Anteil von ca. 30 bis fast 50 % ist die Blutgruppe 0. Diese Blutgruppe wiederum ist eine sogenannte Universal-Blutgruppe, da sie für alle anderen Blutgruppen, wieder unter Berücksichtigung des Rhesus-Faktors, genutzt werden könnte, selbst aber nur sich selbst empfangen kann.

Demnach ist es sinnvoll, wenn Menschen mit der häufigsten Blutgruppe 0 zur Blutspende gehen, da dann nahezu alle Blutgruppen abgedeckt sind.

11.05.2019 21:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 19:58:
Ich merke jedenfalls, ich traue den Menschen und Institutionen nicht so wirklich.
Und ich wüsste das zumindest gerne so geregelt wie in der Schweiz.
Grundsätzlich Narkose.
Auch wenn das unlogisch erscheint, wie hier eine schrieb, da man ja verstorbene Menschen nicht mehr narkotisieren muss.
Mit der Unlogik könnte ich irgendwie besser leben.


Es gibt hier zwei verschiedene Meinungen - mir ist beigebracht worden einen Menschen der verstorben ist zur Explantation seiner Organe zu anästhesieren, auch wenn es eigentlich rein physiologisch eher autonome als bewusste Funktionen des Körpers sind ( spinale Reflexe vor allem ) die man damit unterdrückt. Das dient eher dem Seelenheil des Behandlers als dem des verstorbenen Patienten dessen höhere Hirnfunktionen und damit auch die Verarbeitung von Reizen über den Thalamus und darüber an höhere Schmerzzentren nicht mehr, vor allem nicht mehr bewusst, möglich ist.

Es ist keine Pflicht, aber letztlich lässt sich ein solcher Zusatz in einer Patientenverfügung unterbringen - nur mal so als Idee. Eine Garantie für eine Anästhesie während der Explantation ist dies jedoch nicht.

11.05.2019 21:27
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Ich oute mich als Nichtmediziner*in und als häufige Blutspender*in. Und eins weiß ich tausendprozentig - es wird zu wenig gespendet.

Z.B aktuell hier in BW/Hessen werden vorallem Blutspender z.B. mit Blutgruppe 0 Rhesus negativ gesucht.
https://www.blutspende.de/blutgruppen/

Welche Blutgruppe man auch immer hat - spenden gehen

11.05.2019 22:10
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 21:19:
(...)

Es gibt hier zwei verschiedene Meinungen - mir ist beigebracht worden einen Menschen der verstorben ist zur Explantation seiner Organe zu anästhesieren, auch wenn es eigentlich rein physiologisch eher autonome als bewusste Funktionen des Körpers sind ( spinale Reflexe vor allem ) die man damit unterdrückt. Das dient eher dem Seelenheil des Behandlers als dem des verstorbenen Patienten dessen höhere Hirnfunktionen und damit auch die Verarbeitung von Reizen über den Thalamus und darüber an höhere Schmerzzentren nicht mehr, vor allem nicht mehr bewusst, möglich ist.

Es ist keine Pflicht, aber letztlich lässt sich ein solcher Zusatz in einer Patientenverfügung unterbringen - nur mal so als Idee. Eine Garantie für eine Anästhesie während der Explantation ist dies jedoch nicht.


Kann die aktuelle Hirnforschung eine Garantie liefern? Und existieren unbewußte Schmerzempfindungen? Und falls eine garantierte Anästhesie wohlmöglich mehr Menschen dazu bewegen könnte, Organspender*innen zu werden - warum wird es in Deutschland anders gehandhabt als z.B. in der Schweiz? Wegen der Kosten? Du kannst natürlich nicht stellvertretend für das Gesundheitssystem anworten und Verantwortung hierfür tragen sowieso nicht, aber manches verstehe ich einfach nicht. Was ich die Tage noch machen werde, ist zu schauen, welche Erfahrungswerte aus Ländern bestehen, die schon lange die Widerspruchslösung anwenden. Hat sich z.B. etwas zum Positivem verändert, wie weniger Organhandel und mehr Rettung von Menschenleben?

Von mir auf alle Fälle ein Dank für deine Beiträge und dein verantwortungsvolles und empathisches Handeln in der Ausübung deines Berufes

11.05.2019 22:35
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 22:10:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 21:19:
(...)

Es gibt hier zwei verschiedene Meinungen - mir ist beigebracht worden einen Menschen der verstorben ist zur Explantation seiner Organe zu anästhesieren, auch wenn es eigentlich rein physiologisch eher autonome als bewusste Funktionen des Körpers sind ( spinale Reflexe vor allem ) die man damit unterdrückt. Das dient eher dem Seelenheil des Behandlers als dem des verstorbenen Patienten dessen höhere Hirnfunktionen und damit auch die Verarbeitung von Reizen über den Thalamus und darüber an höhere Schmerzzentren nicht mehr, vor allem nicht mehr bewusst, möglich ist.

Es ist keine Pflicht, aber letztlich lässt sich ein solcher Zusatz in einer Patientenverfügung unterbringen - nur mal so als Idee. Eine Garantie für eine Anästhesie während der Explantation ist dies jedoch nicht.


Kann die aktuelle Hirnforschung eine Garantie liefern? Und existieren unbewußte Schmerzempfindungen? Und falls eine garantierte Anästhesie wohlmöglich mehr Menschen dazu bewegen könnte, Organspender*innen zu werden - warum wird es in Deutschland anders gehandhabt als z.B. in der Schweiz? Wegen der Kosten? Du kannst natürlich nicht stellvertretend für das Gesundheitssystem anworten und Verantwortung hierfür tragen sowieso nicht, aber manches verstehe ich einfach nicht. Was ich die Tage noch machen werde, ist zu schauen, welche Erfahrungswerte aus Ländern bestehen, die schon lange die Widerspruchslösung anwenden. Hat sich z.B. etwas zum Positivem verändert, wie weniger Organhandel und mehr Rettung von Menschenleben?

Von mir auf alle Fälle ein Dank für deine Beiträge und dein verantwortungsvolles und empathisches Handeln in der Ausübung deines Berufes


Nur damit wir auf dem selben Stand sind : der irreversible Hinrfunktionsausfall (Hirntod) bezeichnet den "endgültigen , nicht behebbare
Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms“.
Garantien gibt es in der Medizin nicht, aber eine mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit. Mit dieser muss der Hirntod in einem aufwändigen Verfahren mit passender Dokumentation festgestellt werden. Es ist mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit eine zerebrale Verarbeitung von Schmerz nach aktuellem Kenntnisstand auszuschließen. Selbst die gerade groß gehypten Schweinehirnzellenreanimationsversuche ändern dies nicht.

Schmerz wird sehr komplex verarbeitet. Die unterste Ebene dieser Verarbeitung findet auf spinaler Ebene , also in der Wirbelsäule statt. Die Einflussnahme der höheren Zentren des Gehirns im Rahmen der Modulation und Verarbeitung finden in Hirnstamm, Thalamus und Großhirn statt. Wenn diese durch eine Minderversorgung irreversibel geschädigt sind, bleibt nur die spinale Ebene. Das sind Reflexe - wie z.b. das Wegziehen der Hand von einer heissen Herdplatte...

https://www.bundesaerztek [...] eadmin/u ser_upload/downloads/pdf-Ordner/RL/Hirnfunkti onsausfall_Artikel.pdf

https://www.bundesaerztek [...] zte/medi zin-ethik/wissenschaftlicher-beirat/veroeffen tlichungen/irreversibler-hirnfunktionsausfall /

Es lässt sich immer argumentieren, ob man etwas garantieren kann. Dagegen zu argumentieren ist oft schwierig - ich kann nur damit argumentieren, was als aktueller Stand der Medizin und der damit einhergehenden Behandlung gilt. Und was ich darüberhinaus für ethisch und praktisch vertretbar halte.Man versucht halt so zu behandeln wie man selbst behandelt werden möchte und genau diese Haltung an die jungen Kollegen weiterzugeben die man selbst irgendwann ausbildet. Ein gutes Vorbild zu sein. Ansporn zu geben es besser zu machen und besser zu werden. Menschen ungeachtet ihres Hintergrundes mit Respekt, Menschlichkeit und gleichen medizinischen Standards zu behandeln.Und darüber selbst nicht verloren zu gehen...

editiert am 11.05.2019 22:51 Beitrag melden Zitatantwort
11.05.2019 23:07
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Hallo missgarfield, vielen Dank für die Links und die Informationen.
Mir ist duchaus bewußt, dass es keine Garantien gibt, aber es existieren nun mal Ängste. Und diese habe ich einfach. Die gebe ich zu - da brauche ich gar nicht drumherum reden. Deshalb frage ich mich weiterhin, warum in so einem einfach zu handbaren Punkt, wie eben der Anästhesie, nicht das gleiche Verfahren angewendet wird wie in der Schweiz. Diese Frage kannst du nicht beantworten, aber die Politik könnte es. Genauso könnte sie weitere vertrauensbildende Maßnahmen einleiten. Ansonsten vertraut man eher darauf, dass Menschen einfach nicht widersprechen, weil sie nicht daran denken, es vergessen etc. und es hierdurch zu mehr Organspenden kommt. Und das nährt natürlich den Unmut, Ängste, Zweifel etc.


12.05.2019 09:44
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.05.2019 um 18:54:

arose, ich lasse dir deine Sichtweise, es würde mich nur nicht wundern, wenn genau diese bei anderer Thematik angeführt wird.

Und da schon hier die Typisierung als Möglichkeit des Helfens angeführt wurde, mag ich noch ein wichtiges Thema anführen: Die Blutspende.

Wer gesund ist und nicht bei Anblick einer Nadel in Ohnmacht fällt, möge sich vielleicht durch den Kopf gehen lassen, zur Blutspende zu gehen, wenn man das nicht ohnehin schon getan hat. Es gibt entweder spezielle Aktionen oder man kann einfach zur Blutspendezentrale des anliegenden Krankenhauses gehen. Nebenbei wird auch das Blut auf wichtige Werte gecheckt. Eine Cola und ein Keks sind auch drin. Es fehlt einfach an Blutspenden

Edith hat "seltene Blutgruppen" entfernt und ruft auf - geht Blut spenden


Diese kannst du mir beim nächsten Mal gerne lassen, BEVOR du mir die "whataboutism"-Keule zwischen die Beine wirfst. Danke.

12.05.2019 12:20
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Der Punkt der Anästhesie ist meines Erachtens der, bei dem sich die moderne Medizin und Wissenschaft selbst ein Bein stellt.

Man kann nicht einerseits behaupten der Hirntod sei der Tod des Körpers, der es legitim macht, einem Menschen seine noch arbeitenden, lebenden Organe zu entnehmen (was an sich schon ein Widerspruch ist) und gleichzeitig vorsichtshalber eine Narkose durchführen, weil es ja doch sein könnte, dass der Sterbende (noch nicht Tote) etwas fühlt ... was im Übrigen durchaus wahrscheinlich ist, weil große Teile des menschlichen Gehirns/Nervensystems noch gar nicht erforscht sind. Es basiert alles auf dem aktuellen Stand der Kenntnisse und auf Wahrscheinlichkeiten. Das soll die Basis von Vertrauen sein?
Ich finde das mehr als problematisch ... aber naja, diejenigen, die es erfahren, werden sich hinterher sicher nicht mehr beschweren und von ihrem evtl. doch vorhandenen Schmerzen und Gefühlen oder sogar stummen Todeskampf berichten. Es wird keinen Aufschrei und keinen Skandal geben. Das ist natürlich praktisch.

12.05.2019 12:42
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Hallo arose, an meinem Eindruck hat sich nichts geändert, ich mag nur nicht darüber weiter diskutieren, da es aus meiner Sicht diesem Thread und der Seenotrettung nicht gut tun würde.

-------------------

Ich habe ein wenig recherchiert, wie es denn in anderen Ländern aussieht (ich gebe hier die Fakten so wieder, wie ich sie verstanden habe und runde Zahlen auf - darum erhebe ich keinen Anspruch auf Genauigkeit und Vollständigkeit. Wer sich dafür interessiert, kann gerne selbst Nachforschungen betreiben)

In 20 EU-Ländern existiert die Widerspruchslösung.
Spanien wird hier als sehr erfolgreich bezeichnet, was aber nicht alleine an der Widerspruchslösung liegt. Es wurden Prozesse optimiert, das mediz. Personal geschult, gute Öffentlichkeitsarbeit
In Bulgarien z.B. hat die Widerspruchslösung nicht den erwünschten Effekt erzielt - es werden nicht genügend Organspender*innen gefunden.

In den USA gilt die Zustimmungsregelung und dennoch liegt die Quote ähnlich gelagert wie in Spanien.

Es gibt ca. jährlich 10.000 Patient*innen in Deutschland, die auf der Warteliste für eine Organspende stehen. Es werden/wurden ca. 1000 Organe jährlich gespendet. Es sterben jährlich ca. 2000 Menschen an Organversagen.

Laut einer Umfrage, stehen 84% der deutschen Bevölkerung der Organspende positiv gegenüber, aber nur 36 % hätten einen entsprechenden Ausweis.

Für mich persönlich ergibt sich der Rückschluss, dass an sich viele Menschen bereit wären zu spenden, sie hinterlegen nur nirgends eine Zustimmung. Eine reine Widerspruchslösung, ohne vertrauensbildendende Maßnahmen und Verbesserungen in der Transplantationsmedizin - und organisation scheint auch nicht der goldene Weg zu sein.

Auf alle Fälle scheint es bis dato nicht zu gelingen, die potent. Organspender*innen zu erreichen.

Deshalb finde ich diesen Gegenvorschlag gar nicht mal so schlecht: Es soll ein Online-Register geschaffen werden, in welchem man wie bei einem Organspendeausweis alles eintragen könne. Darauf hätten auch Krankenhäuser einen Zugriff. Als "Erinnerung" würde die Personalausweisabholung dienen. Man könnte also zu diesem Zeitpunkt etwas eintragen lassen oder zu jederzeit selbstständig im Online-Register. Und hier wichtig: Es gäbe keinen Zwang, sich überhaupt registrieren zu lassen.

Zumindest würde durch dieses Verfahren die Chance steigen, dass potentielle Spender*innen erreicht werden.

Das löst zwar mein Dilemma nicht bzgl. meiner pers. Entscheidung pro oder contra Organspende, aber ich empfinde den Gegenvorschlag überlegenswert.
Davon unberührt sind für mich Verbesserungen hinsichtlich Transparenz, Information, Organisation, Aufklärung etc.



12.05.2019 12:47
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Seitdem ich weiß, wie sich Blut verändert, spende ich auch kein Blut mehr. Aber das muss jede für sich selbst entscheiden.

https://tinyurl.com/y29vnt29

Und PS:
Die gegenseitige Bewertung von Person und Inhalt inkl. Deutung ist insgesamt ziemlich kontraproduktiv, abgesehen davon, dass sie auch weder sachlich, noch zielführend ist. Die emotionale Aufladung einiger Themen ist heute nun halt so und ist auch beabsichtigter Teil von medialem Framing. Das hier sind die Wirkungen davon. Allerdings lassen sich einige mehr einbinden und andere weniger bis gar nicht. Je fester Ihr darauf rum tretet, desto mehr verstärken sich die Fronten. Das löst gar nichts und rettet auch kein Menschenleben - egal auf welche Weise. Und ich wär dankbar, wenn wenigstens dieser Thread hier kein Schlachtfeld zwischen sich bedroht fühlenden Identifikationen wird.

editiert am 12.05.2019 12:55 Beitrag melden Zitatantwort
13.05.2019 14:20
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.05.2019 um 12:47:

Seitdem ich weiß, wie sich Blut verändert
, spende ich auch kein Blut mehr. Aber das muss jede für sich selbst entscheiden.

https://tinyurl.com/y29vnt29

Und PS:
Die gegenseitige Bewertung von Person und Inhalt inkl. Deutung ist insgesamt ziemlich kontraproduktiv, abgesehen davon, dass sie auch weder sachlich, noch zielführend ist. Die emotionale Aufladung einiger Themen ist heute nun halt so und ist auch beabsichtigter Teil von medialem Framing. Das hier sind die Wirkungen davon. Allerdings lassen sich einige mehr einbinden und andere weniger bis gar nicht. Je fester Ihr darauf rum tretet, desto mehr verstärken sich die Fronten. Das löst gar nichts und rettet auch kein Menschenleben - egal auf welche Weise. Und ich wär dankbar, wenn wenigstens dieser Thread hier kein Schlachtfeld zwischen sich bedroht fühlenden Identifikationen wird.


heftig - da hab ich mir noch nie gedanken drüber gemacht, wie auch 🤷‍♂️ wobei ich mich schon mit quanten und der verschränkung von energie=/=materie beschäftigt habe und eines diesbezüglich selbst erlebt/erfahren habe..

.. und trotz allem, bin ich mir nicht wirklich sicher ob es SO sein kann - daz is richtig spannend zum mehr eintauchen (für mich)
wer weiß schon was wirklich wirklich ist im reisen durch all die paralleluniversen und den vielen möglichen und tatsächlichen wahrheiten singt selbst schrödingers katze, wenn sie nicht gestorben ist
ja, ein vorgang der ein eigenen thread wert wäre nur fürchte ich is lesarion da mehr beschränkt anstatt verschränkt ^^)
und dennoch ein hauch davon hier in runtergebrochener form - wie ich finde gelungen
https://youtu.be/mFWOuSKTtS8

sorry fürs partielle offToppen und doch wieder vorholen :O>
zum eigentlichen thema vielleicht noch einmeintipp:
man kann den auffindeort seiner patientenverfügung/vollmacht auf dem organspendeausweiß vermerken - auch wenn es glücklicherweise nicht zum hirntod kommt, wenn schon mal im geldbeutel aufgefunden, is die chance groß daz dort jemand draufschaut (aus versch. gründen) und dann is zumindest schonmal für alle ärztlichen helfer klar; da gibts was und sogar mit orts-&benachrichtungsangabe (falls man sie nirgends registriert hat) 🤷‍♂️
und natürlich den vertrauten personen vielleicht ne abschrift dalassen + original auffindeort erwähnen

13.05.2019 15:29
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Nehmt Euch etwas Zeit und setzt Euch einmal auseinander mit der

"KAO Kritische Aufklärung über Organtransplantation".

Das sind Betroffene, die einen Angehörigen zur Organspende freigegeben haben. Keiner von Ihnen ahnte, auf was sie sich da tatsächlich eingelassen haben. Ein Abschiednehmen vom Sterbenden / Toten war nicht mehr möglich, weil der "lebend" gehalten werden muss um die Organe zu entnehmen. Und nach der Entnahme möchte das Personal das "Überbleibsel" den Angehörigen nicht mehr präsentieren. Das wäre auch ein Albtraum. Eine Mutter bestand darauf und musste zu ihrem Entsetzten feststellen, daß ihrem durch einen Unfall verstorbenen Sohn mehr Organe entnommen wurden, als sie zugestimmt hatte!!!! Er hatte keine Augen mehr... Diese Eltern sind jahrelang traumatisiert!

Ich habe stundenlang am Bett meines versterbenden Mannes gesessen und auch noch stundenlang nach seinem Tod. Niemand hätte mir das nehmen können! Man kann niemanden liebevoll beim Sterben begleiten, wenn er für die Organentnahme vorgesehen ist. Denkt also auch an Eure Angehörigen! Es werden noch im lebendigen Zustand, also wenn der Kandidat noch "hirnlebend" ist, Maßnahmen getroffen, die den Sterbenden auf die Entnahme vorbereiten. Dieses "Treiben" kann mitunter sehr hektisch sein. Also da ist KEIN Platz für Würde!!!
Es werden keine Geräte abgestellt! Man wird von einem komatösen Angehörigen Abschied nehmen müssen, dessen Herz noch schlägt! Die für die Organentnahme vorgesehenen werden tatsächlich - je nach Krankenhaus - nochmals narkotisiert weil es mittlerweile "bekannt" ist, daß die eigentlich Toten doch noch etwas mitbekommen.

Also setzt Euch mit KAO auseinander! Da sind einige Berichte/Filme von Bettroffenen. Es sind keine platten, reisserischen Stories sondern Erfahrungsberichte sehr traumatisierter Eltern und Angehöriger die erfahren haben, was es bedeutet, jemanden zur Spende freizugeben und nicht ahnten, was auf sie zukommt!

Ich hatte jahrelang einen Spenderausweis bis ich mich mit KAO auseinandergesetzt habe.

Und wenn ihr kein Spender sein wollt: Achtung wenn ihr Reisen unternehmt! Viele Länder entnehmen einfach! Da muss man schon ein in Landesparche verfasstes Dokument mit sich führen, was das verbietet!
Aber das findet ihr auch alles bei der KAO.

13.05.2019 15:35
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ACHTUNG ACHTUNG!!!!!! WARNUNG!!!!

ORGANE SPENDEN IST NICHT DAS, WAS IHR EUCH VORSTELLT!!!!

EIN MENSCH, DER ORGANE SPENDET, WIRD WÄHREND DER ORGAN-
EXPLANTATION KÜNSTLICH AM LEBEN GEHALTEN ODER WIRD ABSICHTLICH VORZEITIG FÜR HIRNTOT ERKLÄRT

ORGANSPENDERN WERDEN LEBENSRETTENDE HILFEMASSNAHMEN VERWEIGERT

ES KOMMT DAHER IMMER WIEDER ZU ORGANEXPLANTATIONEN WÄHREND DER BETROFFENE MIT MEDIKAMENTEN BEWEGUNGSUNFÄHIG GEMACHT WURDE: DER PATIENT SPÜRT DAS ENTFERNEN DER ORGANE IN VOLLEM AUSMASS.

BITTE KLÄRT EUCH ÜBER DIE VORGEHENSWEISE BEI ORGANSPENDEN AUF!!!! HIERZU SCHAUT EUCH BITTE BITTE DIE BERICHTE DER KAO AN: https://www.youtube.com/w [...] XHsb00t-

Nehmt Euch die Zeit

13.05.2019 16:03
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Klar, man kann dieses Thema wunderbar weiterspinnen. Ja bis hin zur Flüchtlingsrettung auf hoher See.

Die Frage hier ist aber: " Soll ich Organspender werden oder nicht?"

Dazu mein klares Statement: Holt euch so viele Informationen dazu ein, wie ihr könnt. Und zwar nicht von irgendwelchen Werbekampagnen sondern Erfahrungsberichte. Wie hier schon oft empfohlen, ist die KAO eine ehrliche Informationsquelle.

Letztendlich muss jeder selber entscheiden.

13.05.2019 18:47
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.05.2019 um 12:47:

Seitdem ich weiß, wie sich Blut verändert, spende ich auch kein Blut mehr. Aber das muss jede für sich selbst entscheiden.

https://tinyurl.com/y29vnt29





Ich empfinde diesen Artikel eher suboptimal in einem Thread, in dem eh schon viel Unsicherheit zu lesen ist.
Für mich muss jemand, der etwas jenseits vom Schulwissen behauptet, zwingend Nachweise erbringen. Davon kann ich nichts finden und die Formulierungen im Impressum erinnern mich auch eher an Reichsbürger.

13.05.2019 20:22
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Gomringer - peng peng peng
https://www.youtube.com/w [...] 0RHKaCgg


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